Erotik-Hotlines verschicken dubiose Zahlungsaufforderungen

Immer wieder erhalten Konsumenten Rechnungen, Zahlungsaufforderungen und Mahnungen von in Tschechien angesiedelten Unternehmen für telefonische Erotikdienstleistungen.

Was genau wird verrechnet?

Die Betroffenen berichten jedoch, dass sie weder angerufen noch Verträge abgeschlossen haben. In den übermittelten Rechnungen fehlen häufig Details über die betreffende Dienstleistung, auch die angeblich angerufene Telefonnummer wird nicht immer genannt. In den geschilderten Fällen wird zur Zahlung von 90 Euro in bar per Einschreiben oder per SEPA-Überweisung auf ein tschechisches Konto aufgefordert. Die Namen der Firmen variieren, die Schreiben ähneln sich aber sehr und sind ähnlich aufgebaut.

Zu kurze Fristen, unklare Vertragspartner

In den Rechnungen wird der Hinweis erteilt, dass man beim Telefonanbieter einen Einzelverbindungsnachweis für die angegebenen Zeiten anfordern kann. Das Zahlungsziel ist jedoch mit 8 Tagen so kurz bemessen, dass dieser Nachweis nicht so schnell vorliegt. Aber auch wenn angerufen wurde, rechtfertigt dies noch nicht die Annahme, dass der Anschlussinhaber auch der Vertragspartner ist.

Hat die Firma tatsächlich aufgeklärt?

Eine Zahlungsverpflichtung besteht außerdem nur, wenn auch tatsächlich und ordnungsgemäß über die Kosten aufgeklärt wurde und der Konsument damit einverstanden war. Dass tatsächlich ein rechtsgültiger Vertrag über den geforderten Betrag abgeschlossen worden ist, muss im Streitfall ohnedies die jeweilige Firma beweisen.

Gerade wenn es sich um Erotik-Dienstleistungen handelt, kann dies Konsumenten schnell einschüchtern und zum Zahlen von Rechnungen veranlassen, die nicht berechtigt sind.

UNSER TIPP

Betroffene Konsumenten sollten einen Nachweis für den behaupteten Vertrag anfordern und die Zahlung nur leisten, wenn tatsächlich ein rechtskräftiger Vertrag geschlossen wurde. 

 

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