19.09.2017
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Dubioser Video-Streaming-Anbieter: 239 Euro für nichts!

Beim Konsumentenschutz gehen seit Juli viele Beschwerden über vermeintlich kostenlose Streaming-Seiten ein. Der Anbieter Turquoiz Limited aus London betreibt mehrere Internetseiten mit identem Erscheinungsbild und Inhalt. Alle Seiten haben die Gemeinsamkeit, dass sie den Eindruck erwecken, das Streamen von aktuellen Filmen und Serien sei kostenlos und nach einer kurzen Registrierung sofort verfügbar. 

Tatsächlich können viele Konsumenten/-innen das Angebot trotz erfolgreicher Registrierung gar nicht nutzen und erhalten nach einer 5-tägigen Testphase eine Zahlungsaufforderung über 238,80 Euro für ein vermeintlich abgeschlossenes Jahresabonnement.

Vorsicht mit den folgenden bekannten Internetseiten von der Turquoiz Limited:

  • www.imaxwelt.com
  • www.imaxdome.com
  • www.imaxfilme.com
  • www.imaxkino.com
  • www.imaxtime.com
  • www.imaxcine.com
  • www.mexkino.com
  • www.kinopalast24.com
  • www.filmpalast24.com

Diese Webseiten wurden ebenfalls von der Turquoiz Limited betrieben

Sie wurden mittlerweile inaktiv gestellt. 

  • www.flixkino.com/
  • www.kinoplexx.com
  • www.flexkino.com
  • www.felixkino.com

Keine Zahlungspflicht bei versteckten Kostenhinweisen

Da der Kostenhinweis in den bekannten Fällen nur versteckt erfolgt und Konsumenten/-innen auch nur unzureichend über die Vertragsdauer informiert wurden, kommt hier kein gültiger Vertrag zustande. Der Übergang der kostenlosen Testphase in ein kostenpflichtiges Jahresabo ist nach österreichischer Rechtslage in dieser Form nicht möglich. Aus diesen Gründen besteht keine Zahlungspflicht!

Betroffene Konsumenten/-innen sollten die Rechnungen nicht ungeprüft begleichen. Sie können sich zur weiteren Beratung und Prüfung an den Konsumentenschutz der AK Oberösterreich wenden.

Legales versus illegales Streaming

Seriöse Anbieter sind dazu verpflichtet, schon im Vorhinein klar und verständlich über eine allfällige Vertragsdauer und die Gesamtkosten zu informieren. Am Ende der Bestellung muss diese auch nochmals mit einem Klick auf eine Schaltfläche, die mit "kostenpflichtig bestellen" oder einer ähnlich deutlichen Beschriftung markiert ist, bestätigt werden. 

Außerdem bieten seriöse Anbieter Filme in einer besseren Video- und Tonqualität.

Ist bei einem dubiosen Streaming-Portal für den Nutzer/die Nutzerin offensichtlich erkennbar, dass die Inhalte aus illegalen Quellen stammen, können Rechteinhaber/-innen von den Konsumenten/-innen Schadenersatzforderungen einklagen - auch in Österreich. 

Achtung Gefahr: Schützen Sie Ihren PC vor Schadsoftware

Die AK Oberösterreich empfiehlt daher Nutzern/-innen das Streaming von Filmen, Musik oder Sportsendungen auf unbekannten oder offensichtlich unseriösen Internetseiten zu vermeiden. Es besteht hier neben möglichen rechtlichen Schwierigkeiten auch immer die Gefahr den Computer mit Schadsoftware zu infizieren.


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