24.07.2019

Gold als Geld­anlage: Es gibt Ri­siken     

Gold gilt für viele Menschen nach wie vor als sichere Anlageform. Die Möglichkeiten zu investieren, sind vielfältig. Wie auch bei anderen Anlageformen gilt, sich des Risikos bewusst zu sein und die Kosten genau im Auge zu haben. 

Gold­barren und -münzen

Ein Direktinvestment in Münzen oder Barren ist eine Spekulation auf steigende Goldpreise. Da keine Zinsen gezahlt werden, kann ein Gewinn nur dann erzielt werden, wenn der Goldkurs so stark steigt, dass der Verkaufskurs über dem ursprünglichen Kaufkurs liegt, also die Spanne „verdient“ wird. Schwankungen des Goldpreises werden zum einen durch schwankende Nachfrage, aber auch durch den Dollarkurs verursacht.  

Goldmünzen oder Barren haben hohe Kursspannen (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis). Ist man als Anleger bei niedrigen Goldkursen gezwungen, einen Teil seiner Münzen oder Barren zu verkaufen, sind allerdings kleine Einheiten von Vorteil. Denn in diesem Fall kann mit dem Verkauf des Restbestands gewartet werden bis der Goldpreis wieder steigt und es wird nicht der gesamte Kursverlust realisiert.

 
Phil­harmoniker sehr be­liebt

Goldmünzen, wie zum Beispiel der Philharmoniker, sind auch Zahlungsmittel in Höhe des nominalen Wertes. Die Kurse sind aufgrund des Goldgehalts allerdings wesentlich höher. 

 

ACHTUNG: KEINE EINHEITSKURSE

Beim Kauf und Verkauf von Goldmünzen und Barren sollte man die Kurse verschiedener Anbieter vergleichen, denn es gibt keinen Einheitskurs. Dies liegt unter anderem daran, dass zeitlich unterschiedliche Kurse des London Gold Fixings zugrunde gelegt werden. Auch Unterschiede bei etwaigen Gebühren sind zu beachten. Der Handel mit Goldmünzen und Barren ist umsatzsteuerfrei.

Sichere Verwahr­­ung kostet ex­tra

Nicht nur die Kursspanne und etwaige Gebühren müssen verdient werden, damit es sich bei einer Anlage in Gold um ein ertragreiches Investment handelt, sondern auch die Kosten für eine sichere Verwahrung, zum Beispiel in einem Bankschließfach.

Denn im Falle eines Diebstahls verhält es sich mit Gold wie mit Bargeld: Es ist nicht personalisiert und kann nicht wie zum Beispiel ein Sparbuch gesperrt werden.  

Gold- und Edel­metall-Spar­pläne - Vor­sicht!

  • Es tummeln sich zahlreiche Anbieter von sogenannten Sparplänen auf dem Markt. Dabei werden regelmäßig Beträge eingezahlt und von diesem Edelmetall im entsprechenden Gegenwert gekauft und - wenn gewünscht - auch gelagert.

  • Wie die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, tummeln sich auch unseriöse Anbieter auf dem Markt. Selbst bei den seriösen Angeboten sind die Kosten erheblich und das Verlustrisiko durch sinkende Kurse nicht zu unterschätzen.

  • Die Kursgestaltung obliegt in jedem Fall dem Anbieter. Lässt man sich das Gold nicht liefern, was zusätzliche Kosten verursacht, sondern lagert es beim Anbieter, kann es auch nur wieder an den Anbieter verkauft werden. Man ist also sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf von dessen Kursgestaltung abhängig. 

  • Einrichtungsgebühren für den Goldsparplan, Kontoführungsgebühren für das Verrechnungskonto, Ausgabe- und Rücknahmeaufschläge, Verwahrkosten und/oder Kosten für die Ausfolgung von Münzen oder Barren sind nicht unerheblich und müssen zusätzlich zu den oft größeren Kursspannen erst verdient werden.

  • Sparpläne in Edelmetalle sind oft so gestaltet, dass die mit monatlichen Sparbeträgen erworbenen Edelmetalle beim Anbieter oder einem von ihm beauftragten Verwahrer deponiert sind. Als Eigentümer/-in müssen Sie darauf vertrauen, dass mit Ihrem Geld auch tatsächlich das gewünschte Edelmetall in der vereinbarten Menge angeschafft und für Sie verwahrt wird.  
In der Vergangenheit haben 2 am Markt sehr aktive Anbieter ihren Kunden/-innen hohe Verluste beschert. Die geleisteten Einzahlungen wurden nicht in Gold investiert: Einer der beiden präsentierte Falschgold, der andere hat sich nicht einmal die Mühe gemacht und hatte überwiegend leere Lagerstätten. Anleger/-innen wurden so um Millionen gebracht.
     

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