Wer verdient wie viel? Einkommen in Österreich

Mit im Schnitt 1,7 Millionen Euro pro Jahr erhalten Manager/-innen börsennotierter Top-Unternehmen Höchstgagen. 1,7 Millionen Euro im Jahr entsprechen mehr als 120.000 Euro pro Monat (14 mal) oder mehr als 4.700 täglich. Das ist mehr, als viele Arbeitnehmer/-innen im Monat verdienen (Quelle: AK Wien, Stand August 2018).

Arbeitnehmer/-innen mit 2.200 Euro Arbeitseinkommen

Das durchschnittliche Brutto-Monatseinkommen (14 mal) der Arbeiter/-innen und Angestellten in Österreich betrug 2017 rund 2.400 Euro - so die Zahlen des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger. Das Einkommen genau in der Mitte („Median“: je die Hälfte verdient mehr beziehungsweise weniger als diesen Wert) betrug rund 2200 Euro.

Werden alle rund 3,92 Millionen Arbeiter/-innen und Angestellten in Österreich nach der Höhe ihrer Einkommen gereiht, und in zehn gleichgroße Personengruppen geteilt, dann sieht die Einkommensverteilung wie folgt aus:

Brutto-Monatseinkommen 2017 in Österreich © Arbeiterkammer Oberösterreich

Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, AK OÖ ; Arbeiter/-innen und Angestellte, inkl. Teilzeit, ohne Lehrlinge, Jahres14tel

Grafik "Brutto-Monatseinkommen 2017 in Österreich" mit Erläuterungen

Mit harter Arbeitsleistung verdient die Hälfte der Arbeitnehmer/-innen (ohne Lehrlinge und Beamte/-innen) weniger als rund 2.200 Euro im Monat, die andere Hälfte mehr (Medianwert). Nur zehn Prozent der Arbeitnehmer/-innen verdienen mehr als 4.333 Euro monatlich.

Arbeiten um zu leben

Die meisten Menschen erhalten ihr Einkommen direkt aus Arbeit oder davon abgeleiteten Ansprüchen (Arbeitslosgengeld und Pension). Bei einem mittleren Haushalt mit einem Familieneinkommen vom im Schnitt 33.000 Euro brutto stammen 96 Prozent aus Arbeit und gerade einmal 1,5 Prozent aus Vermögen, das sind zum Beispiel Zinsen vom Sparbuch. Der Rest sind öffentliche Leistungen wie etwa die Familienbeihilfe:

Grafik: Jahres-Brutto-Einkommen © AK Oberösterreich

 
Da die Reichtümer (Aktien, Mietshäuser…) extrem bei den Reichsten konzentriert sind, ist das Einkommen daraus auch nur bei dieser von Bedeutung. Das einkommensstärkste Prozent der Haushalte  bezieht  laut Österreichischer Nationalbank (ÖNB) etwa ein Achtel seines Jahreseinkommens von durchschnittlich mehr als 200.000 Euro aus Besitz, also ohne Leistung. Das einkommensstärkste Prozent hat höhere Besitzeinkommen als die einkommensschwächsten 30 Prozent mit Arbeit verdienen!

2,8 Milliarden für eine kleine Gruppe

Besonders üppig fallen die Gewinnausschüttungen an der Börse aus: allein 2018 werden die Top-Börseunternehmen 2,8 Milliarden Euro Dividenden an die kleine Gruppe der Aktionäre/-innen ausschütten. Geld, das für nützliche, produktive Investitionen in die Unternehmen und Arbeitsplätze fehlt (Quelle: AK Wien, Stand Mai 2018).

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