Handy kaputt – Ihre Rechte als Konsument/-in! 


Das neue Smartphone ist schon nach kurzer Zeit defekt? Oft werden Konsumenten/-innen vom Verkäufer einfach an den Hersteller verwiesen oder das Gerät wird wochenlang zur Reparatur eingeschickt und kommt unrepariert zurück. Was Konsumenten/-innen über ihr Recht auf Gewähr­leistung wissen finden Sie hier.

Gewährleistungsrechte oft ein Rätsel

Konsumenten/-innen haben bei einem neuen Smartphone 2 Jahre Gewährleistung für Mängel die beim Kauf vorhanden waren. In den ersten 6 Monaten ist das Gewährleistungsrecht am stärksten. Wird das Handy in dieser Zeit unverschuldet defekt, gilt die Vermutung, dass der Mangel schon beim Kauf vorhanden war. Gegenteiliges müsste der Verkäufer beweisen. Nach 6 Monaten liegt die Beweislast bei den Konsumenten/-innen. Das erschwert die Durchsetzung von Forderungen sehr. Betroffene sollten nicht warten oder sich vertrösten lassen, sondern den Mangel sofort und am besten nachweislich schriftlich reklamieren!

Reparatur, Austausch oder Geld zurück

  • Konsument/-innen können in der Regel zunächst nur die Reparatur des Smartphones fordern. Ist das nicht möglich, muss ein Austausch angeboten werden.
  • Konsumenten/-innen müssen nur einen Reparaturversuch dulden! Verkäufer erteilen oft die Falschinformation, dass 3 Versuche zulässig wären.
  • Tritt nach der ersten Reparatur derselbe Fehler weiterhin auf oder verweigert der Verkäufer die Reparatur, können Konsumenten/-innen ihr Geld zurückverlangen.

Garantie ist freiwillige Vereinbarung

Im Gegensatz zur Gewährleistung ist die Garantie freiwillig! Sie kann also auch inhaltlich frei gestaltet werden. Hier regeln die Garantiebedingungen des Herstellers wann ein Gerät repariert, ausgetauscht oder der Kaufpreis erstattet wird.

Verkäufer spielen hier oft auf Zeit. Während Konsumenten/-innen versuchen beim Hersteller eine Reparatur des Handys zu erhalten, vergehen oft schon die ersten sechs Monate der Gewährleistungsfrist. Möchten Konsumenten/-innen danach beim Verkäufer ihr Gewährleistungsrecht ausüben, werden sie oft auf die Beweislast verwiesen, was in der Praxis aber oft unmöglich ist.

Was können betroffene Konsumenten/-innen tun?

Bestehen Sie gegenüber dem Händler auf Gewährleistung - fordern Sie diese schriftlich ein! Verwenden Sie dazu unseren Musterbrief.

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