26.08.2020

Urlaub in den Bergen – Hub­schrauberrettung kann sehr teuer werden!

Viele Österreicher/-innen verbringen ihren Urlaub heuer daheim und genießen die Schön­heit und das Abenteuer in den Bergen. Immer mehr müssen leider per Hubschrauber vom Berg gerettet werden. So auch Wolfgang E. aus Urfahr. Er stürzte beim Mountainbiken in Windischgarsten und wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Kirchdorf geflogen. Die Rechnung über 6.600 Euro für den Einsatz übernahm seine Versicherung. Ohne diese wäre das für die vierköpfige Familie eine Katastrophe gewesen!

Mehrere Tausend Euro für eine Hub­schrauberrettung

Knapp 9.000 Einsätze der österreichischen Bergrettung waren im Vorjahr zu verzeichnen und 2.500 Mal kam ein Rettungshubschrauber des ÖAMTC nach einem Freizeitunfall im alpinen Bereich zum Einsatz.

Die österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) übernimmt bei Freizeitunfällen im alpinen Gelände grundsätzlich keine Kosten für die Hub­schrauberbergung. Wer einen Unfall hat oder am Berg erkrankt, muss für die Hubschrauberrettung mit mehreren Tausend Euro Kosten rechnen. 

Bergungskosten unbedingt versichern

Für alle die sich in ihrer Freizeit im alpinen Bereich aufhalten, ist daher eine Versicherung die Bergungs­kosten übernimmt, anzuraten. Achten Sie darauf, dass nicht nur Unfälle, sondern auch durch Erkrankungen ausgelöste Notfälle abgesichert sind!

  • Einfache und kostengünstige Absicherungen gibt es über die Alpinvereine. Mit der Mitglied­schaft beim Alpenverein oder den Naturfreunden ist eine entsprechende Versicherung für notwendige Bergungskosten verbunden. Zusätzlich bieten Autofahrerclubs entsprechende Produkte für ihre Mitglieder an.

  • Auch Kredit­karten weisen häufig Absicherungen auf. Damit der Versicherungsschutz bei Kreditkarten gegeben ist, muss die Karte meist innerhalb der letzten 2 - 3 Monate vor dem Urlaub verwendet worden sein. Zum Teil wird sogar vorausgesetzt, dass die Reise mit der Karte bezahlt wurde. Außerdem können einzelne Leistungen nur vom Karten­inhaber und nicht von der gesamten Familie beansprucht werden. Bei Kreditkarten ist es ratsam, sich die Versicherungs­bedingungen genau durchzulesen!

  • Im Rahmen einer umfassenden Reise­versicherung sind die Bergungskosten ebenfalls versichert. Häufig werden Reiseversicherungen aber nur für Auslandsreisen abgeschlossen und auch bei längeren Urlauben im eigenen Land wird meist darauf verzichtet.

  • Private Unfallversicherungen inkludieren meist die Bergungskosten und schützen dazu den finanziellen Folgen einer bleibenden Invalidität nach Freizeitunfällen. Zu beachten ist hier aber, dass die dafür vorgesehene Versicherungssumme für Hub­schrauberbergungen nicht ausreichend sein kann. Es empfiehlt sich daher, diese zusätzlich mitzuversichern.  


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