Rufnummern-Mitnahme: Darauf sollten Sie achten!

Beim Wechsel des Handyanbieters können die Rufnummern von Vertrags- und Wertkartenhandys mitgenommen werden. Technisch ist das kein Problem.

Die Konsumentenschützer/-innen der Arbeiterkammer haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst:

NÜV-Information einholen, Antrag stellen

1. NÜV-Information einholen

Holen Sie zunächst eine Nummernübertragungsinformation (NÜV-Information) ein. Diese wird vom abgebenden Betreiber erstellt und enthält wichtige Informationen zum alten Vertrag - wie Kündigungsfristen und -termine oder Kosten, die bei sofortiger Kündigung anfallen. 

Den Antrag auf Ausstellung der NÜV-Information müssen Sie laut der Nummernübertragungsverordnung der RTR noch während des aufrechten Vertrages stellen.

Die NÜV-Information können Sie sowohl bei Ihrem alten Betreiber als auch über Ihren neuen Betreiber anfordern.


Die elektronische Übermittlung der NÜV-Information darf nicht länger als 20 Minuten (innerhalb der Geschäftszeiten) dauern. Bei Zustellung mittels Post ist die NÜV spätestens 1 Werktag nach Antragstellung zur Postaufgabe zu bringen.

Die NÜV-Information ist 90 Tage gültig.
Wird innerhalb der 90 Tage-Frist keine Portierung (Rufnummern-Mitnahme) bei einem neuen Betreiber beantragt, so muss die NÜV- Information erneut ausgestellt werden.

2. Antrag auf Rufnummern-Mitnahme stellen (= Portierauftrag)

Erst wenn die NÜV-Information vorliegt, können Sie einen Antrag auf Rufnummern-Mitnahme (Portierauftrag) beim neuen Anbieter stellen.

Dabei können Sie für die Portierung einen Wunschtermin nennen. Dieser darf maximal 100 Tage nach Ausstellung der NÜV-Information liegen.

Sollten Sie bei Ihrem alten Betreiber bereits den Vertrag gekündigt haben, so ist der Antrag auf Portierung auch noch innerhalb 1 Monats nach Beendigung des Vertrages möglich.

3. Kostenfreie Ersatz-Rufnummer durch abgebenden Betreiber

Der abgebende Betreiber muss Ihnen unmittelbar nach Durchführung der Nummernübertragung eine kostenfreie Ersatz-Rufnummer zur Verfügung stellen. Damit können Sie bis zur Beendigung auch über den alten Vertrag weiter telefonieren.

Eine allfällige Dienste-Unterbrechung aufgrund der Rufnummern-Umstellung darf in keinem Fall länger als 1 Arbeitstag dauern.

4. Alten Vertrag schriftlich kündigen

Ihr alter Mobilfunkbetreiber beendet den Vertrag aufgrund der Portierung nicht automatisch. Auch bleibt eine bestehende Mindestvertragsdauer bestehen! 

Wenn Sie den Vertrag beim alten Betreiber kündigen möchten, machen Sie dies am besten mit eingeschriebenem und eigenhändig unterschriebenem Brief. 

Achten Sie auf eine eventuell noch vorhandene Mindestvertragsdauer!

Nach Ablauf der Mindestvertragsdauer ist eine Kündigung nicht mehr nur zum Monatsende, sondern - unter Einhaltung einer 1-monatigen Kündigungsfrist - jederzeit möglich.
BEISPIEL: Wird am 15. eines Monats gekündigt, so ist das Vertragsende am 15. des nächsten Monats.


Welche Kosten können bei Rufnummern-Mitnahme an­fallen?

  • Restentgelte bei altem Betreiber
    Wenn Sie Ihren alten Vertrag ohne Einhaltung der Mindestbindung vorzeitig beenden (insbesondere Grundgebühren bis zum Vertragsende oder Abschlagszahlungen für Endgeräte).

  • Aktivierungsentgelt bei neuem Betreiber
    Kosten für den Vertragsabschluss beim aufnehmenden Betreiber
Für die Übertragung der Rufnummer selbst darf Ihnen weder der alte noch der neue Betreiber Kosten verrechnen.

Kontakt

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Konsumentenschutz
TEL: +43 50 6906 2
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