Früchtetee: Geschmack kommt manchmal von Rohöl

Kräuter- und Früchtetees haben Hochsaison. Der Teekonsum ist hierzulande in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, er liegt bei durchschnittlich 33 Litern pro Person und Jahr. Dass Teeliebhaber jedoch oftmals statt eines Naturprodukts ein Getränk mit zugesetzten chemischen Aromen trinken, ist vielen nicht bewusst. 

Aromastoffe aus dem Labor

Die Basis einer Früchteteemischung bilden regelmäßig Apfelstücke, Hagebuttenschalen und Hibiskusblüten. Der namensgebende Geschmack (etwa „Himbeer“) wird durch Zusätze erzielt, häufig durch künstliche Aromen aus dem Labor. Ausgangsstoff dafür ist oft Rohöl. 

Was bedeutet eigentlich?

  • "Nur natürliche Zutaten"
Der Tee enthält nur Naturprodukte (zum Beispiel Früchte, Kräuter, Saftextrakt, Süßholz), nicht aber chemisch hergestellte, künstliche Aromen.
  • "Natürliches Himbeeraroma"
Das Fruchtaroma muss zu mindestens 95 Prozent aus der Himbeerpflanze selbst (Früchte, Blätter) stammen.
  • "Natürliches Aroma"

Der Geschmack kann auch aus anderen als den namensgebenden Früchten stammen. Die zugefügten Aromen müssen jedoch zumindest aus Naturprodukten erzeugt werden. Ausgangsstoffe dafür können beispielsweise andere Fruchtextrakte oder sogar Zedernholz sein.

  • "Aromatisiert"
  • "Aroma"
  • "mit Himbeer-
    geschmack"

Hier kann man davon ausgehen, dass der Tee lediglich mit chemisch hergestelltem Aroma versetzt wurde. Diese Aromen werden in der Regel aus Rohöl gewonnen. Sie sind nach derzeitigem Wissensstand zwar gesundheitlich unbedenklich. Experten kritisieren allerdings, dass sie wegen ihrer Intensität auf Dauer das natürliche Geschmacksempfinden verändern können und damit einer gesunden Ernährung nicht förderlich sind.

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