Weniger Rückenschmerzen dank KI: AK-Zukunftsfonds unterstützt Projekt bei Gmundner Firma Fural Metalldecken
Der AK-Zukunftsfonds fördert gezielt Projekte, die die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten durch Digitalisierung und neue Technologien verbessern. So auch bei der Firma Fural Metalldecken in Gmunden. Bisher mussten die Produktionsmitarbeiter:innen nach dem Lackieren Bauteile mit ihren Händen anheben und drehen, um Fehler zu erkennen. Dazu waren viel Kraft und Konzentration nötig. Diesen Arbeitsschritt ersparen sich die Beschäftigten seit kurzem großteils. „Denn nunmehr analysiert auch eine KI-gestützte Kamera in Echtzeit mögliche Produktionsfehler und zeigt deren Position an“, erklärt AK-Präsident Andreas Stangl. Dadurch haben sich die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert.
Die Firma Fural in Gmunden ist mit 147 Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und produziert Metalldeckenteile und Deckensysteme. Die Produktionsmitarbeiter:innen der Pulverabteilung waren früher durch das Heben, Drehen und Kontrollieren der lackierten Metallplatten sehr belastet. Die Platten können bis zu 20 Kilogramm wiegen. Die Folge: Es gab immer wieder längere Krankenstände und Schwierigkeiten, Personal zu finden.
Bei der neuen Lösung analysieren vier Kameras mit Unterstützung von KI die lackierten Platten. Fehlerhafte Werkstücke werden sofort markiert und die Abweichungen auf einem Monitor angezeigt. „Wir nehmen die Platten nur noch vom Band, das mühsame Heben und Drehen im Licht entfällt. Am Abend fühle ich mich jetzt deutlich fitter“, erzählt ein Produktionsmitarbeiter.
Von der Skepsis zum Erfolgsmodell
„Am Anfang waren die Kolleginnen und Kollegen noch skeptisch. Für uns war aber klar, dass der Einsatz von KI zu keiner Streichung von Stellen sondern zur Verbesserung der Arbeitsplätze führen sollte“, so Betriebsrat Fahri Kuleta und Geschäftsführer Christian Demmelhuber. Bei der Umsetzung wurde besonders auf den Datenschutz und eine umfassende Einbindung der Beschäftigten über den Betriebsrat geachtet. Jetzt wird der weitere Einsatz von Kameras mit KI im Unternehmen geprüft. „Künstliche Intelligenz ist in der Arbeitswelt angekommen. Dieses Projekt zeigt, wie sie konkret die Arbeitsbedingungen und den Arbeitsalltag erleichtern kann“, so AK-Präsident Andreas Stangl.
Mit dem AK-Zukunftsfonds werden Projekte zur Digitalisierung gefördert zum Herunterladen
Der AK-Zukunftsfonds hat seit dem Frühjahr 2019 bereits über 200 Projekte in ganz Oberösterreich unterstützt. „Es können Unternehmen, Vereine oder auch Betriebsräte für eine Förderung ansuchen, die die Arbeitsbedingungen der Menschen in unserer digitalisierten Welt verbessern wollen“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl. Gefördert werden Projekte, die nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Menschen in den Mittelpunkt stellen. Bis 31. März 2026 können wieder Anträge gestellt werden. Alle Infos unter arbeitmenschendigital.at.
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