AK Schärding half im vergangenen Jahr fast 3.300 Mal
Aktuell sind im Bezirk Schärding 22.819 AK-Mitglieder mit Hauptwohnsitz gemeldet. Viele von ihnen nutzen die Leistungen der Arbeiterkammer. Ob rasche Hilfe bei arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten oder bei Fragen rund um Weiterbildung: Das Beratungsangebot in der AK Schärding findet großen Anklang bei den Mitgliedern. Das zeigt auch die Statistik. Im Jahr 2025 wandten sich Rat- und Hilfesuchende 3.288 Mal an die AK Schärding: in 1.633 Fällen telefonisch, in 1.293 Fällen persönlich (inklusive 54 Bildungsberatungen) und in 362 Fällen per E-Mail.
Fast 4 Millionen Euro für AK-Mitglieder
Bei vielen Arbeitsrechtsproblemen reicht eine Beratung nicht aus. Die AK muss dann bei den Arbeitgebern intervenieren. Außergerichtlich hat die AK Schärding 164.919 Euro an vorenthaltenem Entgelt hereingebracht. Manche Arbeitgeber lassen es aber auf einen Streit vor Gericht ankommen, dort erkämpfte die AK Schärding im vergangenen Jahr für ihre Mitglieder 66.696 Euro. Insgesamt sind das 231.615 Euro.
Besser mit Betriebsrat
Von den insgesamt 110 Arbeitsrechtsfällen stammen 94 Fälle und somit mehr als 85 Prozent aus Betrieben ohne Betriebsrat. Daran erkennt man, wie wichtig eine betriebliche Interessenvertretung für die korrekte Bezahlung der Arbeitnehmer:innen und die Einhaltung des geltenden Arbeitsrechts ist.
Hauptsächliche Gründe waren Endabrechnungsdifferenzen (64), Kündigungen und Entlassungen (20) sowie offenes Entgelt (13).
Pension und Pflegegeld
In 122 Sozialrechtsangelegenheiten erstritt die AK Schärding im vergangenen Jahr 3.171.145 Euro. Dabei ging es überwiegend um die Themen Pension und Pflegegeld. Zusätzlich wurden 2025 für 92 Arbeitnehmer:innen aus 8 insolventen Betrieben im Bezirk Schärding 587.799 Euro durchgesetzt.
In Summe hat die AK Schärding im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie an Forderungen nach Insolvenzen für ihre Mitglieder Zahlungen von insgesamt 3.990.559 Euro erreicht. Das zeigt, wie wichtig eine regionale Anlaufstelle ist. Damit alle Mitglieder möglichst einfach zu ihrem Recht kommen, setzt die AK ganz bewusst bei ihren Serviceleistungen auf Wohnortnähe. Sie bietet ihnen die Möglichkeit, sich Rat und Hilfe direkt in ihrer Region zu holen.
AK kämpft um jeden Euro
In ihrem Engagement für ihre Mitglieder macht die Arbeiterkammer keinen Unterschied, ob es sich um große oder kleine Beträge handelt. So erreichte die AK Schärding einen Betrag von 78 Euro für unbezahlte Überstunden für eine Tankstellenmitarbeiterin. Den höchsten Betrag, nämlich 25.493 Euro, erhielt ein Mann, der jahrelang unterentlohnt und schließlich gekündigt worden war. Die AK Schärding erreichte für ihn die Nachzahlung der Lohndifferenz und von Provisionen.
Ein Fall aus dem Arbeitsrecht: Urlaubszuschuss zu Unrecht aliquotiert
Ein Mechaniker war im Juli 2025 gekündigt worden. 2 Wochen zuvor hatte er den Urlaubszuschuss ausbezahlt bekommen. Bei der Kontrolle der Endabrechnung stellte sich heraus, dass dieser aliquotiert worden war. Laut den Bestimmungen des für ihn gültigen Kollektivvertrags für das eisen- und metallverarbeitende Gewerbe ist das nicht zulässig. Wenn ein Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber nach Fälligkeit des Urlaubszuschusses gekündigt wird, steht dieser in vollem Ausmaß zu. Die AK Schärding wies das Unternehmen auf den Fehler hin und erreichte damit eine Nachzahlung in Höhe von etwas mehr als 1.300 Euro für den Mechaniker.
Ein Fall aus dem Sozialrecht: Höheres Pflegegeld erreicht
Eine Familie aus dem Bezirk Schärding hatte für die Pflege ihres demenzkranken Vaters Pflegegeld der Stufe 3 bezogen. Der Mann braucht Hilfe beim Essen, bei der Körperpflege, beim An- und Ausziehen und auch bei der Verrichtung der Notdurft. Da der Familie die Pflegegeldeinstufung zu gering erschien, wandte sie sich an die AK Schärding. Diese klagte gegen den bisherigen Bescheid, um eine Erhöhung des Pflegegeldes zu erreichen. Der vom Sozialgericht beauftragte Sachverständige erstellte ein neues Gutachten. Laut diesem bestand ein Pflegeaufwand von mehr als 180 Stunden pro Monat. Damit stand der Familie nun sogar die Pflegestufe 5 zu.
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