11.02.2026

AK Gmunden half im ver­gangenen Jahr mehr als 7.100-mal

Aktuell sind im Bezirk Gmunden 39.385 AK-Mitglieder mit Hauptwohnsitz gemeldet. Viele von ihnen nutzen die Leistungen der Arbeiterkammer. Ob rasche Hilfe bei arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten oder bei Fragen rund um Weiterbildung: Das Beratungsangebot in der AK Gmunden findet großen Anklang bei den Mitgliedern. Das zeigt auch die Statistik. Im Jahr 2025 wandten sich Rat- und Hilfesuchende 7.104 Mal an die AK Gmunden: in 3.644 Fällen telefonisch, in 2.815 Fällen persönlich (inklusive 36 Bildungsberatungen) und in 645 Fällen per E-Mail. Die AK Gmunden hielt im Vorjahr in Bad Ischl 46 Sprechtage mit insgesamt 761 persönlichen Beratungen ab.

Mehr als 13 Millionen Euro für AK-Mit­glieder

Bei vielen Arbeitsrechtsproblemen reicht eine Beratung nicht aus. Die AK muss dann bei den Arbeitgebern intervenieren. Außergerichtlich hat die AK Gmunden 677.868 Euro an vorenthaltenem Entgelt im Jahr 2025 hereingebracht. Manche Arbeitgeber lassen es aber auf einen Streit vor Gericht ankommen. Dort erkämpfte die AK Gmunden im vergangenen Jahr für ihre Mitglieder 446.504 Euro. Insgesamt sind das 1.124.372 Euro. 

Von den insgesamt 219 Arbeitsrechtsfällen stammen 175 Fälle und somit 80 Prozent aus Betrieben ohne Betriebsrat. Daran erkennt man, wie wichtig eine betriebliche Interessenvertretung für die korrekte Bezahlung der Arbeitnehmer:innen und die Einhaltung des geltenden Arbeitsrechts ist. 

Hauptsächliche Gründe waren Differenzen bei der Endabrechnung von beendeten Arbeitsverhältnissen (69), offenes Entgelt bei laufenden Dienstverhältnissen (42) sowie unbegründete Entlassungen und fristwidrige Kündigungen (je 21). 

In 264 Sozialrechtsangelegenheiten erstritt die AK Gmunden im vergangenen Jahr 9.877.980 Euro. Dabei ging es überwiegend um die Themen Pension und Pflegegeld. Zusätzlich wurden 2025 für Arbeitnehmer:innen aus insolventen Betrieben im Bezirk Gmunden 2.099.989 Euro durchgesetzt. 

In Summe hat die AK Gmunden im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie an Forderungen nach Insolvenzen für ihre Mitglieder Zahlungen von insgesamt 13.102.341 Euro erreicht. Das zeigt, wie wichtig eine regionale Anlaufstelle ist. Damit alle Mitglieder möglichst einfach zu ihrem Recht kommen, setzt die AK ganz bewusst bei ihren Serviceleistungen auf Wohnortnähe. Sie bietet ihnen die Möglichkeit, sich Rat und Hilfe direkt in ihrer Region zu holen. 

AK kämpft um jeden Euro

In ihrem Engagement für ihre Mitglieder macht die AK keinen Unterschied, ob es sich um große oder kleine Beträge handelt. So erreichte die AK Gmunden etwa einen Betrag von 22 Euro für eine geringfügig beschäftigte Reinigungskraft, weil bei der Endabrechnung die Urlaubsersatzleistung für das dreiwöchige Dienstverhältnis fehlte. Den höchsten Betrag, nämlich 83.500 Euro, erhielt ein Angestellter als Vergleichsbetrag nach einer Kündigungsanfechtung.

Ein Fall aus dem Arbeits­recht: Sonder­zahlungen falsch be­rechnet

Nach der einvernehmlichen Beendigung des Lehrverhältnisses wandte sich ein Lehrling an die AK Gmunden, weil sie während des elfmonatigen Lehrverhältnisses lediglich 2 Lohnzettel erhalten hatte. Daraufhin forderte die Arbeiterkammer den Arbeitgeber auf, die fehlenden Lohnabrechnungen nachzureichen. Nach deren Übermittlung überprüfte die Arbeiterkammer sämtliche Lohnzettel und stellte dabei fest, dass bei der Berechnung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes ein Differenzbetrag fehlte. Nach einer Intervention lenkte der Arbeitgeber ein und leistete eine Nachzahlung in Höhe von 360 Euro.

Ein Fall aus dem Sozial­recht: Pflege­geld von Stufe 2 auf 5 er­höht 

Ein AK-Mitglied wandte sich für die pflegebedürftige Mutter an die Arbeiterkammer, weil die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) das Pflegegeld lediglich für die Pflegestufe 2 gewährt hatte. Für die AK Gmunden war die Einstufung aufgrund des erheblichen Pflegeaufwandes nicht nachvollziehbar. Sie reichte daraufhin Klage beim zuständigen Arbeits- und Sozialgericht ein. Das im Rahmen der Gerichtsverhandlung eingeholte Sachverständigengutachten bestätigte, dass die ursprüngliche Einstufung zu niedrig war. Das Gericht bestätigte die Rechtsansicht der Arbeiterkammer und sprach ein Pflegegeld der Pflegestufe 5 zu.

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Dr. Martin Gamsjäger (AK-Bezirksstellenleiter Gmunden) und Andreas Stangl (Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich)
Präsentation der Bezirksbilanz Gmunden 2025 © Wolfgang Spitzbart, AK OÖ


Im Engagement für unsere Mitglieder machen wir keinen Unterschied, ob es sich um große oder kleine Beträge handelt.

Andreas Stangl

AK Präsident

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