Abgelaufene Pässe, teure Visa: So vermeiden Sie Ärger und Kosten bei Auslandsreisen
Oft endet die lang ersehnte Reise bereits am Flughafen. Denn wenn Reisende keinen gültigen Reisepass haben, kann es vorkommen, dass die Airline die Beförderung verweigert. Die dadurch entstehenden Kosten sind in der Regel selber zu tragen. Im schlechtesten Fall bekommen Betroffene nichts oder nur einen geringen Betrag der Reisekosten zurück.
Ohne Reisedokument kein Flug
Während der Reisesaison kommt es immer wieder vor, dass Fluglinien die Beförderung von Passagieren verweigern. Häufiger Grund: ein abgelaufenes Reisedokument. Denn in der Regel benötigen Urlauber:innen, wenn sie österreichische Staatsbürger:innen sind, bei der Aus- und Einreise ein gültiges Reisedokument. Viele Fluglinien legen das in ihren Beförderungsbedingungen fest. Das Reisedokument kann entweder ein Reisepass oder ein Personalausweis sein. Ein Notpass wird nicht in allen Ländern akzeptiert.
Viele Länder, vor allem im europäischen Raum, erlauben die Einreise mit einem bis zu 5 Jahre abgelaufenen Pass. Andere hingegen verlangen, dass das Dokument noch eine gewisse Zeit nach der Ausreise gültig ist.
AK-Tipp
Wenn Sie über ein österreichisches Reisebüro buchen, muss Sie dieses darüber informieren, welche Vorgaben Sie als Österreicher:in zu erfüllen haben. Grundsätzlich sollten Sie bei allen Reisen rechtzeitig vor Abreise alle Reisedokumente kontrollieren. So können Sie bei Bedarf noch einen neuen Reisepass oder Personalausweis beantragen.
Teures Visum
Während grundsätzlich in der EU Reisefreiheit besteht, schreiben mehrere Länder Urlauber:innen Visa oder Einreisegenehmigungen vor. So etwa seit April 2025 Großbritannien. Diese Genehmigungen sind in der Regel elektronisch zu beantragen. Im Internet bieten immer mehr Agenturen an, dies für Konsument:innen zu übernehmen. Dabei treten aber häufig Probleme auf:
- Enorme Preisaufschläge: Sie zahlen für eine Dienstleistung, die Sie auf der echten Regierungsseite in wenigen Minuten selbst und fast kostenlos (oder zu den echten, viel niedrigeren staatlichen Gebühren) erledigen könnten, einen teils enormen Aufschlag.
- Kein rechtlicher Mehrwert: Solche Anbieter können den Prozess nicht beschleunigen und die Erteilung des Visums niemals garantieren. Die Entscheidung liegt einzig und allein bei den Behörden des jeweiligen Landes.
- Datenschutzrisiko: Der Anbieter erhält hochsensible Daten (Reisepassnummer, Geburtsdatum, teils Arbeitgeberdaten).
AK-Tipps
- Achten Sie auf die Endung der Homepage. Offizielle Regierungsseiten enden fast immer auf länderspezifische Behördenkürzel wie .gov (z.B. USA, Australien), .gov.uk (Großbritannien) oder .gv.at (Österreich). Vermeiden Sie Seiten mit .com, .org oder .net, wenn es um Visa geht.
- Die ersten Treffer bei Suchmaschinen sind fast immer bezahlte Werbeanzeigen dieser teuren Anbieter. Suchen Sie die Regierungsseite.
- Informieren Sie sich vorab auf den Seiten des jeweiligen Außenministeriums, was das Visum tatsächlich kostet.
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