Geringfügige Beschäftigung
Ihre Rechte bei geringfügiger Arbeit: Haben Sie Anspruch auf Urlaubsgeld & Co? Welche Arbeitszeitregelung gilt? Wann sind Sie sozialversichert?
Teilzeitarbeit liegt vor, wenn die gesetzliche Normalarbeitszeit von 40 Stunden oder eine kürzere kollektivvertragliche Normalarbeitszeit (zum Beispiel 38,5 Stunden pro Woche im Handel) im Durchschnitt unterschritten wird.
Wie hoch das Einkommen ist, spielt keine Rolle. Demnach ist auch teilzeitbeschäftigt, wer unter der „Geringfügigkeitsgrenze“ von monatlich 500,91 Euro (Stand 1. Jänner 2023) verdient.
Ausmaß, Lage und auch eine Änderung des Ausmaßes der Teilzeitarbeit sind schriftlich zu vereinbaren, sofern diese nicht durch Betriebsvereinbarung festgelegt werden.
Ihr Arbeitgeber kann Ihre Arbeitsstunden nicht verändern, wenn Sie damit nicht einverstanden sind! Umgekehrt ist natürlich auch Ihr Arbeitgeber nicht verpflichtet, einer von Ihnen gewünschten Kürzung oder Erhöhung der Arbeitszeit zuzustimmen.
Einseitig kann Ihr Arbeitgeber die vereinbarte Lage Ihrer Arbeitszeit (Beispiel: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr) nur ändern, wenn sämtliche nachstehende Voraussetzungen erfüllt sind:
Sieht der Kollektivvertrag eine kürzere wöchentliche Normalarbeitszeit als 40 Stunden vor, so ist auch bei Teilzeitkräften jene Anzahl an Mehrarbeitsstunden zuschlagsfrei, die dieser Differenz entspricht.
Sind neben dem 25-prozentigen Zuschlag auch andere gesetzliche oder kollektivvertragliche Zuschläge für die Mehrarbeit vorgesehen, gebührt nur der höhere Zuschlag.
Teilzeitkräfte sind zu Mehrarbeit nur dann verpflichtet, wenn sämtliche nachstehende Punkte erfüllt sind:
Zu den Sonderzahlungen zählen vor allem das Urlaubs- und das Weihnachtsgeld. Sind diese im Kollektiv- oder Arbeitsvertrag vorgesehen, stehen sie auch Teilzeitbeschäftigten zu. Leisten Sie regelmäßig Mehrarbeit, so ist diese bei der Höhe der Sonderzahlungen zu berücksichtigen. Als Berechnungsgrundlage gilt der Durchschnitt der letzten 13 Wochen.
Sie dürfen wegen Ihrer Teilzeitarbeit gegenüber Vollzeitbeschäftigten im Betrieb nicht benachteiligt werden. Das heißt:
Auch geringfügig Beschäftigte sind Teilzeit-Beschäftigte. Sie sind zwar nur unfall- und nicht kranken- oder pensionsversichert, aber, es besteht Anspruch unter anderem auf Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld), Abfertigung.
Wenn Sie die Arbeitszeit aufstocken oder ganztags arbeiten wollen: Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber oder dem Betriebsrat. Für den Arbeitgeber besteht eine Verpflichtung, Teilzeitbeschäftigte über freie Stellen im Betrieb zu informieren, die zu einem höheren Arbeitszeit-Ausmaß führen würden.
Nähere Informationen dazu finden Sie unter Elternteilzeit.
Nähere Informationen dazu finden Sie unter Altersteilzeit.
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