Jobsuche im Aus­land

Sie suchen einen Job und wollen sich dafür auch in anderen Staaten umschauen? Kein Problem - Sie können die Leistungen aus der öster­reichischen Arbeits­losen­versicherung auch eine Weile „mitnehmen“.

Das gilt bei Job­suche in einem EU-/EWR-Land oder Schweiz

Die öster­reichische Leistung kann für maximal drei Monate „mitgenommen“ werden, längstens jedoch bis zum Ende des restlichen Anspruchs.

Sie müssen sich aber für die Abklärung, ob ein Leistungs­export für Sie möglich ist, in jedem Fall vor dem Auslands­aufenthalt mit Ihrer zuständigen regionalen AMS-Geschäfts­stelle in Verbindung setzen. 

Voraussetzung

Es muss eine vier­wöchige Vor­merkung beim Arbeitsmarktservice in Österreich vorliegen und Sie müssen einen Antrag mit dem Formular E301 / U 1 vor Antritt des Auslandsaufenthaltes stellen.

Sollten Sie bei der Arbeits­suche im Ausland nicht erfolg­reich sein, müssen Sie vor Ablauf der Drei-Monats-Frist beziehungs­weise vor Ablauf des genehmigten Auslands­aufenthaltes wieder nach Öster­reich zurück­kehren und Ihren Anspruch persönlich beim AMS geltend machen, da sonst der Anspruch auf alle Leistungen aus der Arbeitslosen­versicherung verloren geht. 

Das gilt bei der Job­suche außerhalb eines EU-/EWR-Landes oder Schweiz

Grundsätzlich erhalten Sie während eines Aufenthaltes im Ausland kein Arbeitslosen­geld beziehungsweise keine Notstands­hilfe. 

  • Wenn Sie im Ausland nachweislich Arbeit suchen, dann müssen Sie beim Arbeitsmarktservice einen „Antrag auf Nachsicht vom Ruhen“ stellen. Sie müssen dort Ihre Gründe für die Arbeits­suche im Ausland bekannt­geben und etwaige Bestätigungen vorlegen.

  • Erkundigen Sie sich beim AMS auch über die Fort­bezugs­möglich­keiten in Öster­reich nach Ihrer Rückkehr. 

  • Nachsicht kann für eine je nach Anlass zeitlich begrenzte Höchstdauer, maximal aber für 3 Monate, gewährt werden.

  • Dieser Antrag auf Nachsicht kann auch noch nach dem Auslands­aufenthalt gestellt werden.

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