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Pflegegeld

Wer pflegebedüftig ist, hat Anspruch auf Pflegegeld. Die Höhe hängt vom nötigen Pflegeaufwand ab. Für den Bezug muss ein monatlicher Pflegebedarf von mehr als 65 Stunden bestehen. Der Pflegeaufwand wird bei einer ärztlichen Untersuchung festgestellt.

Das Pflegegeld gibt es in 7 Stufen. Bei der ärztlichen Untersuchung wird darauf geachtet, wie viel Hilfe der oder die Betroffene für alltägliche Tätigkeiten wie Körperpflege, An- und Ausziehen, Zubereitung von Mahlzeiten, Waschen, Kochen oder Putzen benötigt.

Das monatliche Pflegegeld wird je nach monatlich notwendigen Pflegestunden in einer von insgesamt 7 Stufen festgelegt.

Feststellung der Pflegestufe

Begutachtung durch Arzt oder Pflegefachkraft

Die Antragsteller werden zu einer ärztlichen Untersuchung eingeladen oder, wenn diese nicht reisefähig sind, zu Hause von einer Ärztin/einem Arzt oder in manchen Fällen durch eine diplomierte Pflegefachkraft aufgesucht. Dieser Hausbesuch ist zuvor anzukündigen. Die Sachverständige/der Sachverständige nimmt den Befund auf und stellt den Pflegebedarf fest.

Auf persönlichen Wunsch ist bei der ärztlichen Untersuchung auch die Anwesenheit und Anhörung einer Vertrauensperson (z.B. die Pflegeperson) zu ermöglichen, um Angaben zur konkreten Pflegesituation zu machen. Bei der Begutachtung in stationären Einrichtungen sind Informationen des Pflegepersonals einzuholen und die Pflegedokumentation zu berücksichtigen. Letzteres gilt auch bei der Betreuung durch ambulante Dienste.

Das Bundespflegegeld beträgt:

Pflege-
Stufe
notwendige
Pflegestunden
pro Monat
weitere
Voraussetzung
Betrag in Euro
monatlich (netto)
1mehr als   65 Stunden154,20
2mehr als   95 Stunden284,30
3mehr als 120 Stunden442,90
4mehr als 160 Stunden664,30
5mehr als 180 Stundenaußergewöhnlicher
Pflegeaufwand
902,30
6mehr als 180 StundenTag- und
Nachtbetreuung nötig
1.260,00
7mehr als 180 Stundenkeine zielgerichteten
Bewegungen möglich
1.655,80

Vom Pflegegeld werden keine Lohnsteuer und kein Krankenversicherungsbeitrag abgezogen.

Krankenhaus- oder Kuraufenthalt

Während eines Spital- oder Kuraufenthalts ruht (der Anspruch bleibt aber bestehen) das Pflegegeld ab dem zweiten Tag, wenn die überwiegenden Kosten des Aufenthalts ein Sozialversicherungsträger (in- oder ausländisch), der Bund, ein Landesgesundheitsfonds oder eine Krankenfürsorgeanstalt trägt. In bestimmten Fällen kann das Pflegegeld auf Antrag weiter bezogen werden.

Landespflegegeld

Mit dem ab 1. Jänner 2012 in Kraft getretenen Pflegegeldreformgesetz 2012 wurde die Zuständigkeit in Gesetzgebung und Vollziehung von den Ländern auf den Bund übertragen und das Pflegegeld beim Bund konzentriert.

Durch diesen Kompetenzübergang wurden Bezieherinnen und Bezieher eines ehemaligen Landespflegegeldes in den Zuständigkeitsbereich der Pensionsversicherungsanstalt bzw. der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter übernommen.

Rezeptgebühren-Deckelung

Sobald Sie mehr als 2% ihres Jahres-Nettoeinkommens für Rezeptgebühren ausgeben, werden Sie von der Krankenkasse automatisch davon befreit.

Familienhospizkarenz

Um sterbende Angehörige oder schwersterkrankte Kinder begleiten zu können, können Sie sich karenzieren lassen oder Ihre Arbeitszeiten verändern.

Soziale Absicherung

Die gesundheitlichen Folgen eines Arbeitsunfalles sind oft schlimm genug. Zumindest aber gibt es Hilfestellungen zur Sicherung der Existenz.

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