Gehalts- und Lohnerhöhungen

Bei Entlohnung nach Kollektivvertrag

Verdienen Sie entsprechend dem Kollektivvertrag, dann haben Sie Anspruch auf die von den Gewerkschaften durchgesetzten – meist jährlichen - Gehalts- und Lohnerhöhungen.

Die kollektivvertraglichen Gehalts- und Lohnerhöhungen beziehen sich nur auf den im Kollektivvertrag festgelegten Mindestlohn. Diese Gehalts- und Lohnerhöhungen gelten automatisch. 

Wird der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin über dem im Kollektivvertrag festgehaltenen Mindestgehalt oder -lohn bezahlt, so hat er/sie nur dann Anspruch auf eine jährliche Gehalts- oder Lohnerhöhung, wenn eine solche von den Arbeitgebern/-innen und Gewerkschaften ausverhandelt wird. Das wird als Ist-Lohn-Erhöhung bezeichnet. 

Sieht der Kollektivvertrag eine Ist-Lohnerhöhung vor, so fällt diese im Regelfall niedriger als die des Mindestlohns aus. Manche Kollektivverträge sehen auch vor, dass bestehende Überzahlungen zum kollektivvertraglichen Mindestlohn aufrecht bleiben müssen.

Viele Kollektivverträge sehen neben den meist jährlichen Erhöhungen auch Vorrückungen für die fortschreitende Anzahl von Arbeitsjahren vor. 

Auch eine Änderung des Aufgabengebietes kann zu einer Erhöhung des Gehalts oder Lohnes führen. 

Alle darüber hinausgehenden Wünsche auf Lohnerhöhung müssen zwischen Arbeitgeber/-in und Arbeitnehmer/-in vereinbart werden.

Bei Entlohnung OHNE Kollektivvertrag

Gibt es keinen Kollektivvertrag, so gibt es auch keinen Anspruch auf Gehalts- oder Lohnerhöhung. Arbeitnehmer/-in und Arbeitgeber/-in müssen dies individuell vereinbaren. Ein Lohn oder Gehalt darf jedoch nicht sittenwidrig niedrig sein.

TIPP

Die Arbeiterkammer steht für alle Fragen zum Thema Lohn und Gehalt, speziell zu Einstufung und Anrechnung von Vordienstzeiten, zur Verfügung. Vor allem vor Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages empfiehlt es sich, diesen von den Fachleuten der Arbeiterkammer prüfen zu lassen.

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