Arbeits­un­fall als Arbeit­nehm­er/-in

Ein Arbeitsunfall ist von privaten Freizeit- oder Verkehrsunfällen zu unter­scheiden. Um einen Arbeitsunfall handelt es sich, wenn der Unfall im Zuge einer beruflichen Tätigkeit erfolgte. Dazu zählt auch der Weg von und zur Arbeit.

Bei der beruflichen Tätigkeit gelten alle Un­fälle als Arbeitsunfall

  • am Arbeitsplatz, die durch die Arbeitstätigkeit verursacht werden, wenn die Schädigung überwiegend auf den Arbeitsunfall zurückzuführen ist.

  • auf dem Weg vom Arbeitsplatz zum Mittagessen und zurück.

  • auf dem direkten Weg zur und von der Arbeit oder Ausbildungsstätte. Auch Fahrgemeinschaften sowie einmal monatlich der Weg zur Bank (welche, das muss in der Firma bekannt sein) sind geschützt.

  • auf dem direkten Weg von zu Hause oder von der Arbeits- oder Aus­bild­ungs­stätte zum Arzt und zurück.

  • auf dem direkten Weg zu einem Kindergarten, einer Kindertagesstätte, zur Schule, zur Unterbringung der Kinder in fremde Obhut und zurück in die Arbeit oder nach Hause.

  • bei der Inanspruchnahme von Interessenvertretungen oder Be­rufs­ver­einig­ung­en ( wie etwa AK oder ÖGB).

  • beim Besuch berufsbildender Kurse. Ausgenommen sind jedoch Seminare, die eine Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit oder die Vermittlung von Allgemeinwissen ohne direktem beruflichen Zu­sammen­hang zum Inhalt haben - auch wenn sie während der Arbeitszeit besucht werden.

Was ist bei einem Arbeitsunfall sofort zu tun?

Verständigen Sie unverzüglich den Arbeitgeber.

Vergewissern Sie sich, ob von den beteiligten Stellen (Arbeitgeber, be­hand­elnd­er Arzt, Krankenhaus) eine Unfallmeldung an die Allgemeine Un­fall­ver­sich­er­ungs­an­stalt (AUVA) geschickt wurde.

Unfall am Weg zur Arbeit

Als Arbeitsunfall gelten auch Unfälle am Weg zur und von der Arbeit.

Falls es zu einem Unfall mit einer Verletzung auf dem direkten Weg zur Arbeit oder am Heimweg kommt - das sollten Sie tun:

Tipp

Informieren Sie in allen Fällen auch Ihren Betriebsrat.

Außerhalb der beruflichen Tätigkeit gelten als Arbeitsunfall alle Unfälle 

  • bei Betriebsausflügen und Betriebsfeiern, die vom Arbeitgeber veranstaltet und bezahlt werden.
  • bei der Inanspruchnahme von Leistungen aus dem Arbeits­los­en­ver­sich­er­ungs- und Arbeitsmarktförderungsgesetz. Beispiel: Ein Arbeitsloser ver­un­glückt auf dem Hinweg zum oder Rückweg vom Vor­stell­ungs­ge­spräch, das ihm vom Arbeitsmarktservice vermittelt wurde.
  • bei der Hilfeleistung in Unglücksfällen, auch im Privaten. Beispiel: Ein Arbeit­nehmer wird - während er den Verwundeten eines Autounfalls Hilfe leistet - selbst verletzt.
  • bei der Ausbildung und Tätigkeit als ehrenamtlicher Helfer unter anderem bei den Freiwilligen Feuerwehren, bei den Wasserwehren, beim Roten Kreuz und beim Samariterbund.

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