Pflege­assistenz

Die Pflegeassistenz hat 2016 die Pflegehilfe abgelöst. Die einjährige Ausbildung wurde erweitert und ist durch das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz geregelt.

Was machen Pflege­assistenten?

Pflegeassistenten/-innen unterstützen diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen sowie Ärztinnen und Ärzte im Pflegeprozess. Sie arbeiten in der mobilen, ambulanten und (teil)stationären Versorgung von Menschen aller Altersstufen. 

Ihre Aufgaben:

  • Sie wirken bei Pflegemaßnahmen mit und führen ihnen übertragene Aufgaben durch
  • Sie handeln in Notfällen
  • Sie wirken mit bei Diagnostik und Therapie

Die Durchführung der Pflegemaßnahmen erfolgt nach Anordnung und unter Aufsicht von diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen beziehungsweise Ärztinnen und Ärzten. In der mobilen Versorgung von pflegebedürftigen Menschen erfolgen die Anordnungen schriftlich.

TIPP

Eine genaue Darstellung des Kompetenzbereichs von Pflegeassistenten/-innen finden Sie im AK Pocketguide

Die Voll­zeit­aus­bildung dauert 1 Jahr

Die Ausbildung erfolgt an Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege oder in Pflegeassistenz-Lehrgängen und umfasst theoretische sowie praktische Ausbildung im Ausmaß von insgesamt 1.600 Stunden. Die Vollzeitausbildung dauert 1 Jahr, die berufsbegleitende Teilzeitvariante entsprechend länger. Nach absolvierter Ausbildung und mündlicher kommissioneller Abschlussprüfung erhalten Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten ein Zeugnis, das zur Ausübung des Berufs berechtigt.

Angehörige der Pflegeassistenzberufe haben innerhalb von jeweils 5 Jahren 40 Stunden Fortbildung zu absolvieren. Die AK bietet Online-Fortbildungen an, die im Sinne des geltenden Berufsrechts angerechnet werden.

Beachten Sie

Junge Menschen, die ihre berufliche Erstausbildung absolvieren, können nur in die zweijährige Ausbildung Pflegefachassistenz aufgenommen werden!

Diese Regelung soll - im Sinne der Betroffenen - eine solide berufliche Basisausbildung und die damit einhergehenden Rechte (wie zum Beispiel Berufsschutz im Fall von Arbeitslosigkeit) sicherstellen. Ausnahmen sind in Einzelfällen möglich.

Diese Voraus­setzungen müssen Sie er­füllen

  • Mindestalter 17 Jahre
  • Abschluss der 9. Schulstufe oder Pflichtschulabschluss-Prüfung (Ausnahmen möglich)
  • gesundheitliche Eignung und Vertrauenswürdigkeit
  • entsprechende Deutschkenntnisse
  • Aufnahmetest und/oder Aufnahmegespräch

Aus­bildungs­stätten in OÖ

Die Ausbildung wird an folgenden Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege angeboten:

Darüber hinaus kann die Pflegeassistenz-Ausbildung an folgenden Bildungseinrichtungen im Rahmen der Ausbildung Fach-Sozialbetreuung Altenarbeit, Behindertenarbeit oder Familienarbeit absolviert werden:

So finanzieren Sie Ihre Aus­bildung

Die meisten der angeführten Ausbildungen sind kostenlos. Fällt Schulgeld an, kann in der Regel das Bildungskonto des Landes OÖ genutzt werden.

Mögliche Förderungen

Versicherungsschutz

Das Vorliegen einer Kranken-, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung während der Ausbildung ist im Einzelfall abzuklären!

Tipps

Personen, die eine Pflegehilfe-Ausbildung nach den vor der Gesetzesnovelle 2016 geltenden Bestimmungen absolviert haben,  sind zur Ausübung der Pflegeassistenz berechtigt. 

Eine Aufschulung für Pflegehelfer/-innen ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, aus Sicht der Arbeiterkammer aber empfehlenswert. Sie gibt Sicherheit in Bezug auf das erweiterte Tätigkeitsfeld und bringt eventuell Vorteile beim Wechsel des Arbeitgebers.

Aufschulungsanbieter ist etwa das Berufsförderungsinstitut OÖ mit dem Kurs „Kompetenzerweiterung für Pflegehelfer/-innen“ (30 Einheiten). 

Weiter­bildungs­möglich­keiten für Pflege­assistenten/-innen

Berufs­aus­übung

Eine Voraussetzung für die Berufsausübung ist die Registrierung von Pflegeassistenten/-innen im Gesundheitsberuferegister.
>> Alles zum Thema "Registrierung Gesundheitsberufe"

Berufs­an­er­kennung und Nostrifikation ausländischer Aus­bildungen

Personen, die im Ausland eine Pflegeassistenzausbildung absolviert haben und in Österreich arbeiten wollen, müssen ihre Zeugnisse anerkennen lassen.

PersonengruppeAnsprechpartner
Ausbildungsabschluss in einem EU- oder
EWR-Staat oder in der Schweiz
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit und Pflege
Abteilung VI/A/2
Radetzkystraße 2
1030 Wien
Ausbildungsabschluss in einem Drittland und
Berufsberechtigung sowie 3-jährige einschlägige
Berufstätigkeit in einem EU- oder EWR-Staat oder
in der Schweiz
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit und Pflege
Abteilung VI/A/2
Radetzkystraße 2
1030 Wien

Ausbildungsabschluss in einem Drittland und
noch keine Anerkennung in einem EU
Amt der Oö. Landesregierung
Abteilung Gesundheit
Bahnhofplatz 1
4021 Linz
TEL: +43 732 7720 14252

Eine weitere Anlaufstelle für Fragen zur Anerkennung von im Ausland abgeschlossenen Ausbildungen: AST - Anlaufstelle für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen, migrare Linz

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Links

Kontakt

Kontakt

AK Bildungsberatung in OÖ
TEL: +43 50 6906 1601
E-MAIL: bildungsinfo@akooe.at
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