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AMS Bildungsförderungen

Das Arbeitsmarktservice – der Ansprechpartner für Arbeitsuchende – unterstützt unter bestimmten Voraussetzungen auch Aus- und Weiterbildung. In diesem Artikel finden Sie Erstinformationen zu den wichtigsten Förderangeboten des AMS.

Arbeitsuchende Personen wenden sich am besten direkt an das AMS.

Fachkräftestipendium

Das Fachkräftestipendium wird von 01.01.2017 bis 31.12.2018 wiedereingeführt.

Qualifizierungsförderung für Beschäftigte 

Das AMS OÖ fördert mit dieser Beihilfe auch in den kommenden Jahren die Weiterbildung von Beschäftigten. Gefördert werden unter bestimmten Voraussetzungen Kurse, die spätestens am 31.12.2018 beginnen und spätestens am 31.12.2019 enden.

Nähere Informationen zur Qualifizierungsförderung für Beschäftigte im AMS-Infoblatt bzw. bei der Landesgeschäftsstelle des AMS OÖ.

Förderung der Höherqualifizierung von Beschäftigten im Bereich Gesundheit, Soziales, Kindergartenpädagogik

Seit 2014 fördert das AMS die berufsbegleitende Höherqualifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in bestimmten Gesundheitsberufen, Sozialberufen oder in der Kindergartenpädagogik (GSK) tätig sind. Hintergrund ist ein steigender Fachkräftebedarf in genannten Berufsfeldern. 

Förderbar ist die Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die ein vollversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis haben oder karenziert sind. Auch freie Dienstnehmer/-innen zählen zum förderbaren Personenkreis. Die Beihilfe selbst erhalten nicht die Arbeitnehmer/-innen, sondern die Arbeitgeber/-innen, die auch die Kosten der Weiterbildung tragen.

Nähere Informationen und die Liste der förderbaren Ausbildungen im AMS-Infoblatt bzw. bei der Landesgeschäftsstelle des AMS OÖ.

Förderung der Qualifizierung in der Kurzarbeit

Kurzarbeit mit Qualifizierung

Das Beschäftigungsförderungsgesetz 2009 hat das Instrument der „Beihilfe bei Kurzarbeit mit Qualifizierung“ eingeführt, das für Arbeitnehmer/innen und für Arbeitgeber Anreize schaffen soll, die im Rahmen der Kurzarbeit ausfallende Arbeitszeit für Weiterbildung zu nutzen. Grundsätzlich gilt dasselbe wie bei der „normalen“ Kurzarbeit. Arbeitnehmer/innen, die sich in ihrer Ausfallzeit weiterbilden, erhalten aber eine um 15 Prozent höhere Kurzarbeitsunterstützung.
Voraussetzung für die Kurzarbeit mit Qualifizierung ist das Vorliegen einer Sozialpartnervereinbarung und eines Ausbildungskonzepts.

Förderung der Schulungskosten für Beschäftigte in Kurzarbeit

Förderbar sind Bildungsaktivitäten von Arbeitnehmer/innen, die im Rahmen einer Kurzarbeitsvereinbarung Ausfallstunden für Weiterbildung nutzen. Die Förderung erhält nicht die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer selbst, sondern der Arbeitgeber, der auch die Kosten der Weiterbildung trägt.

Hinweis

Nicht jede Weiterbildung wird gefördert! Vielmehr kann die Qualifizierungsförderung für Beschäftigte in Kurzarbeit nur für Schulungen beantragt werden, die durch ein im Rahmen einer Sozialpartnervereinbarung im Vorhinein festgelegtes Ausbildungskonzept erfasst sind.

Die Höhe der Förderung beträgt 60 Prozent der Kurskosten.

Nähere Informationen in den AMS-Infoblättern beziehungsweise bei der Landesgeschäftsstelle des AMS.

Bildungskarenz und Bildungsteilzeit

Arbeitnehmer/-innen können im Einvernehmen mit ihren Arbeitgeber/-innen ihr Dienstverhältnis zu Weiterbildungszwecken karenzieren oder ihre Arbeitszeit reduzieren.
Mehr dazu in den Artikeln Bildungskarenz und Bildungsteilzeit.

Förderung der Lehrausbildung

Das Arbeitsmarktservice unterstützt mit dieser Förderung Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen, die Lehrlinge ausbilden. Gefördert wird die Lehrausbildung von beim AMS vorgemerkten

  • Mädchen und Frauen in Lehrberufen mit geringem Frauenanteil
  • Lehrstellensuchenden, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind
  • Personen über 18 Jahre, deren Beschäftigungsproblem aufgrund von Qualifikationsmängeln durch eine Lehrausbildung gelöst werden kann
  • Teilnehmern/-innen an einer Lehrausbildung mit verlängerter Lehrzeit oder Teilqualifikation (integrative Berufsausbildung)

Die Förderung ist an ein Beratungsgespräch zwischen AMS und Unternehmen vor Beginn der Ausbildung gebunden und wird in Form eines monatlichen Zuschusses zu den Kosten der Lehrausbildung ausbezahlt.

Nähere Informationen erhalten Sie bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS OÖ.

Arbeitsstiftungen

Arbeitsstiftungen sind ein arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Lösung regionaler und struktureller Probleme am Arbeitsmarkt. Zu unterscheiden sind:

  • Outplacementstiftungen
  • Implacementstiftungen

Outplacementstiftungen können zum Einsatz kommen, wenn Unternehmen Personal in größerem Umfang abbauen. Sie sind in der Regel Teil betrieblicher Sozialpläne und sollen Arbeitnehmer/-innen bei der Erlangung eines neuen Arbeitsplatzes unterstützen.

Der Einsatz von Implacementstiftungen ist eine Möglichkeit für Unternehmen, die auf Grund eines bedeutsamen Fachkräftemangels Personal suchen. Unterstützt wird mit Implacementstiftungen die gezielte Ausbildung von Arbeitsuchenden für bestimmte Arbeitsplätze.
Auf Basis eines Bildungsplans werden Stiftungsteilnehmer/-innen – entsprechend den Erfordernissen des Unternehmens - theoretisch und betriebspraktisch ausgebildet. Die maximale Ausbildungsdauer beträgt 4 Jahre.

Stiftungsteilnehmer/-innen erhalten während der Ausbildung Schulungsarbeitslosengeld sowie zusätzlich mindestens 60 Euro monatlich zur Abdeckung schulungsbedingter Mehraufwendungen. Wird parallel zur Ausbildung auch noch geringfügig gearbeitet, dann darf das monatliche Einkommen inklusive der genannten zusätzlichen Zusendung durch das AMS die Geringfügigkeitsgrenze (2017: 425,70 Euro) nicht überschreiten.

Nähere Informationen erhalten Sie bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS OÖ.

Arbeitsplatznahe Qualifizierung (AQUA)

Mit der Arbeitsplatznahen Qualifizierung erhalten Arbeitssuchende die Chance auf praxisnahe Aus- und Weiterbildung in Abstimmung mit einem Betrieb, der zur Mitfinanzierung bereit ist.
Bei der Erstellung der Bildungspläne und bei der Abwicklung bieten vom AMS beauftragte Qualifizierungsträger Unterstützung.

Die Arbeitsplatznahe Qualifizierung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der Theorieteil muss mindestens 1/3 der Gesamtdauer betragen. Im Falle einer Ausbildung, die zum Lehrabschluss führt, ist die Schulungsdauer auf maximal die Hälfte der regulären Lehrzeit im betreffenden Beruf festgelegt.

Teilnehmer/-innen erhalten während der Ausbildung vom AMS eine Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts und zusätzlich einen Zuschuss von bis zu rund 150 Euro im Monat.

Nähere Informationen zur Arbeitsplatznahen Qualifizierung im AMS-Infoblatt beziehungsweise bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS OÖ.

Frauen in Handwerk und Technik (FiT)

Das Programm FiT ist ein spezielles AMS-Angebot für Frauen, die sich für einen technischen Berufsabschluss interessieren.

FiT ist modular aufgebaut und umfasst:

  • Berufsorientierung,
  • Kurse zur technischen Vorqualifizierung und
  • Berufsausbildungen mit Lehr-, Schul- oder sogar Fachhochschulabschluss

Erste Informationen dazu im FiT-Folder.
Details und Anmeldung in Ihrer regionalen AMS-Geschäftsstelle.

FIA –Facharbeiterinnen-Intensivqualifizierung

FIA ermöglicht Frauen ohne Berufsausbildung das Nachholen eines Lehrabschlusses in Berufen, die am jeweiligen regionalen Arbeitsmarkt stark nachgefragt sind. Nähere Informationen zu FIA erhalten Sie in den regionalen Geschäftsstellen des AMS OÖ.

Kursbeihilfen

Mit der Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts, der Beihilfe zu den Kurskosten und der Beihilfe zu den Kursnebenkosten (z.B. Prüfungsgebühren, Fahrtkosten) unterstützt das Arbeitsmarktservice die Qualifizierung und Berufsorientierung von arbeitslosen Personen. Zielsetzung dabei ist die Erhöhung der Vermittlungschancen am Arbeitsmarkt.

Die Beihilfen sind an ein Beratungsgespräch mit dem/der zuständigen AMS-Berater/in vor Beginn des Kurses gebunden.

Nähere Informationen bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS OÖ.

Arbeitslosengeld für Personen in Ausbildung

Seit Jänner 2008 sind Ausbildung und Studium kein Hindernis mehr für den Bezug von Arbeitslosengeld.

Ausbildungen mit einer Gesamtdauer von weniger als drei Monaten

Arbeitslose Personen, die auf Eigeninitiative während ihrer Arbeitslosigkeit eine maximal 3-monatige Ausbildung absolvieren, haben Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung, sofern sie weiterhin der Arbeitsvermittlung durch das AMS zur Verfügung stehen. Das bedeutet, sie müssen jederzeit bereit sein, eine zumutbare Beschäftigung anzunehmen und die Ausbildung gegebenenfalls zu unterbrechen.

Ausbildungen mit einer Gesamtdauer von mehr als drei Monaten

Arbeitslose Personen, die auf Eigeninitiative während ihrer Arbeitslosigkeit eine länger als drei Monate dauernde Ausbildung (z.B. Studium) absolvieren, haben Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung, sofern sie:

  • die große Anwartschaft auf Arbeitslosengeld erfüllen Diese gilt als erfüllt, wenn in den letzten 24 Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung im Inland vorliegt.
  • eine Mindestverfügbarkeit von wöchentlich 20 beziehungsweise 16 Stunden (bei Betreuungsverpflichtungen für Kinder bis zum 10. Lebensjahr oder behinderte Kinder) nachweisen.
  • der Arbeitsvermittlung durch das AMS zur Verfügung stehen.

Bildungskarenz

Bis zu einem Jahr können sich Arbeitnehmer/-innen von der Arbeit freistellen lassen, um sich weiterzubilden.

Lehrabschluss für Erwachsene

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Weiterbildung in der Karenz

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