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Familienarbeit

Berufsbezeichnung

Diplom-Sozialbetreuer/in Familienarbeit

Aufgabenbereich

Soziale Betreuung von Familien und familienähnlichen Gemeinschaften in schwierigen Lebenssituationen (Krankheit, Trennung, Tod, Überforderung oder Ausfall der Betreuungsperson) mit dem Ziel, den gewohnten Lebensrhythmus aufrecht zu erhalten. Weitere Aufgabenfelder sind die Durchführung pflegerischer Maßnahmen sowie auch die Koordination und fachliche Anleitung von Personen mit Ausbildungen in der Fach-Sozialbetreuung oder Heimhilfe.

Ausbildungsdauer / Ausbildungsvoraussetzungen

Die Ausbildung im Sozialberuf Familienarbeit gibt es nur auf Diplomniveau. Sie wird sowohl in Tagesform als auch berufsbegleitend angeboten, dauert mindestens 3 Jahre und umfasst 1.800 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 1.800 Stunden Praxis. Die Ausbildung kann entweder im Rahmen eines Ausbildungslehrgangs oder durch Absolvierung einzelner Module erfolgen.
Diplom-Sozialbetreuer/-innen Familienarbeit haben alle 2 Jahre Fortbildungen im Mindestausmaß von 32 Stunden zu absolvieren.

Ausbildungsvoraussetzungen

  • Mindestalter von 17 Jahren
  • erfolgreiche Absolvierung der 9. Schulstufe (Ausnahmen möglich)
  • gesundheitliche und persönliche Eignung
  • ausreichende Deutschkenntnisse in Bezug auf Ausbildung und Berufsausübung
  • Aufnahmetest und/oder Aufnahmegespräch

Über die Aufnahme entscheidet eine Kommission.

Ausbildungsstätte in OÖ

Finanzielles

Die Ausbildungen bei der angeführten Bildungseinrichtung ist kostenpflichtig.
Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen können Personen, die die Tagesausbildung absolvieren, Schulbeihilfe beantragen.
Hinweis: Für Zeiten eines Praktikums – auch wenn dieses Teil der Ausbildung ist – besteht kein Anspruch auf Schulbeihilfe.

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, kann auch Familienbeihilfe beantragt werden.
Für Personen, die die Ausbildung am zweiten Bildungsweg absolvieren, sind anfallende Ausbildungskosten über das Bildungskonto des Landes OÖ förderbar.

Die Entlohnung von ausgebildeten Diplom-Sozialbetreuern/innen richtet sich nach dem für die jeweilige Einrichtung geltenden Kollektivvertrag (z.B. BAGS) bzw. nach der jeweiligen Dienstordnung oder sonstigen lohngestaltenden Vorschrift.

Hinweise & Tipps

Personen, die in Oberösterreich eine 3-jährige Ausbildung zum Familienhelfer/zur Familienhelferin absolviert haben, sind zur Führung der Berufsbezeichnung Diplom-Sozialbetreuer/-in Familienarbeit berechtigt, sofern sie ihre Ausbildung bis Juli 2017 um die Pflegeassistenz (ehemals Pflegehilfe) ergänzt haben.
Wurde die Pflegeassistenz-Ausbildung bis Juli 2017 nicht absolviert, so darf die Berufsbezeichnung Diplom-Sozialbetreuer/-in Familienarbeit nicht geführt werden. Die Berechtigung zur Berufsausübung im bisherigen Beruf geht aber dadurch nicht verloren.

Die Prüfung zum Diplom-Sozialbetreuer/zur Diplom-Sozialbetreuerin gilt als Ersatz für die Fachbereichsprüfung im Rahmen der Berufsreifeprüfung.

Berufsinformationen zur Familienarbeit finden Sie auch in der AMS-Broschüre „Berufe Soziales“. Für detaillierte Informationen zu Ausbildung und Aufnahmemodalitäten kontaktieren Sie am besten direkt die jeweilige Bildungseinrichtung.

Gleichstellung und Anerkennung

Ausbildungen auf Basis von Gesetzen anderer Bundesländer, die Vertragsparteien gemäß der Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über Sozialbetreuungsberufe sind, gelten als gleichwertig.

Für Personen, die im In- oder Ausland gleichwertige Ausbildungen oder Ausbildungsteile absolviert haben und in Oberösterreich in einem Sozialberuf arbeiten wollen, besteht die Möglichkeit der Anrechnung und Anerkennung. Etwaige Qualifikationsunterschiede können durch Absolvierung von Anpassungslehrgängen oder Eignungsprüfungen ausgeglichen werden.

Die Zuständigkeit für Anrechnung und Anerkennung von im Inland absolvierten Ausbildungen und Ausbildungsteilen liegt bei jenen Bildungseinrichtungen, die gemäß oö Sozialberufegesetz zur Ausbildung im jeweiligen Sozialberuf ermächtigt sind.
Die Zuständigkeit für Anrechnung und Anerkennung von im Ausland absolvierten Ausbildungen liegt bei den Ländern.

Ansprechpartner in Oberösterreich:
Amt der OÖ Landesregierung
Abteilung Soziales
Bahnhofplatz 1, 4020 Linz
Tel: +43 732 7720 15221
E-Mail: so.post@ooe.gv.at

AMS Bildungsförderungen

Arbeitsplatzsicherung durch Qualifizierung

Pflegeassistenz

Pflegehilfe heißt jetzt Pflegeassistenz. Geregelt ist die 1-jährige Ausbildung durch das Gesundheits- und Krankenpflegesetz.

Sozialpädagogische Fachbetreuung

Sie helfen gerne Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen? Dann wäre ein sozialpädagogischer Beruf etwas für Sie.

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