Bildungskonto: Geld für Weiterbildung

Das Bildungskonto ist ein auf Initiative der Arbeiterkammer beim Land Oberösterreich eingerichteter Förderungsfonds zur Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung sowie beruflicher Umorientierung.

Wer wird gefördert?

Folgende Personen, die Kursbeiträge für Aus- bzw. Weiterbildungen selber bezahlen

  • Arbeitnehmer/-innen in einem aufrechten Arbeitsverhältnis (Vollzeit oder Teilzeit)

  • Arbeitnehmer/-innen in Bildungskarenz

  • geringfügig Beschäftigte

  • freie Dienstnehmer/-innen

  • Personen, die zu Kursbeginn Arbeitslosengeld, Fachkräftestipendium oder Notstandshilfe beziehen

  • Personen, die wegen der Geburt eines Kindes Anspruch auf Wochengeld haben beziehungsweise Kinderbetreuungsgeld beziehen.
    [Wichtig: Die Person muss vor der Geburt in einem aufrechten Dienstverhältnis gewesen sein und mindestens 6 Monate ihr Arbeitsverhältnis unterbrechen.]

  • Wiedereinsteiger/-innen nach der Elternkarenz, die beim AMS arbeitssuchend gemeldet sind, keine AMS-Leistungen erhalten und mindestens 6 Monate ihr Arbeitsverhältnis unterbrechen

  • Personen mit einem akademischen Abschluss, sofern ihr Einkommen monatlich nicht mehr als 3.000 Euro brutto beträgt, beim Digi-Bonus maximal 4.000 Euro

  • Ein-Personen-Unternehmer/-innen und Klein-Unternehmer/-innen mit maximal 5 Beschäftigten. Bei Unternehmer/-innen mit einem akademischen Abschluss darf das Einkommen monatlich nicht mehr als 3.000 Euro brutto betragen, beim Digi-Bonus maximal 4.000 Euro.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

  • Der 1. Kurstag gilt als Stichtag für dem Hauptwohnsitz in Oberösterreich und der Zugehörigkeit zur geförderten Personengruppe
  • Mindestens 75 Prozent Anwesenheit im Kurs
  • Die Bildungseinrichtung muss über das Qualitätssiegel der oberösterreichischen Erwachsenenbildung oder einen vergleichbaren Qualitätsnachweis (z.B. Ö-Cert) verfügen. Schulen beziehungsweise Akademien müssen per Bescheid aufgrund eines Bundes- oder Landesgesetzes eingerichtet sein.

Wie viel bekomme ich?

  • Für Sprachkurse beträgt die maximale Förderhöhe insgesamt 1.000 Euro (inklusive Deutsch Integrationskurse).
  • Die maximale Gesamtförderhöhe gilt für den Zeitraum 2023 bis Ende 2026.
  Förderhöhe maximale Förderhöhe
  • Arbeitnehmer/-in (Vollzeit/Teilzeit)
  • geringfügig Beschäftigte/-r
  • Arbeitslose/-r
  • Ein-Personen- bzw. Kleinunternehmer/-innen

mit Berufsabschluss

30 % der
Kurskosten
2.200 Euro
  • Arbeitnehmer/-in (Vollzeit/Teilzeit)
  • geringfügig Beschäftigte/-r
  • Arbeitslose/-r
  • Ein-Personen- bzw. Kleinunternehmer/-innen

maximal Pflichtschul­abschluss und ohne Berufsausbildung, die sich in keinem Lehrverhältnis befinden

60 % der Kurskosten 2.700 Euro
  • Arbeitnehmer/-in (Vollzeit/Teilzeit)
  • geringfügig Beschäftigte/-r
  • Arbeitslose/-r
  • Ein-Personen- bzw. Kleinunternehmer/-innen

in Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschluss­prüfung oder Projekt „Du kannst was!“

60 % der
Kurskosten
2.700 Euro
  • Arbeitnehmer/-in (Vollzeit/Teilzeit)
  • geringfügig Beschäftigte/-r
  • Arbeitslose/-r
  • Ein-Personen- bzw. Kleinunternehmer/-innen

für Ausbildungen an Kollegs für Elementar- und Sozialpädagogik, sowie für Grundausbildungen in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen

60 % der Kurskosten2.700 Euro
  • Arbeitnehmer/-in (Vollzeit/Teilzeit)
  • geringfügig Beschäftigte/-r
  • Arbeitslose/-r

für Ausbildungen in Gesundheit- und Pflegeberufen: medizinische Assistenzberufe, Pflege- und Sozialsbetreuungsberufe, Heimhilfe, medizinische/-r Masseur/-in und Heilmasseur/-in

60 % der Kurskosten2.700 Euro
  • Arbeitnehmer/-in (Vollzeit/Teilzeit)
  • Geringfügig Beschäftigte/-r
  • Arbeitslose/-r
  • Ein-Personen- bzw. Kleinunternehmer/-innen
  • Bezieher/-in von Wochengeld oder Bezieher/-in von Kinderbetreuungsgeld, deren Arbeitsverhältnis mindestens 6 Monate unterbrochen

für höherwertige digitale Ausbildungen in den Bereichen Applikationsentwickler/-in, Netzwerktechniker/-in, Programmiersprachen, Soft- und Hardwareausbildungen von mindestens 24 Unterrichtseinheiten (Digi-Bonus)

60 % der Kurskosten4.000 Euro
  • Bezieherin von Wochengeld
  • Bezieher/-in von Kinderbetreuungsgeld

Arbeitsverhältnis mindestens 6 Monate unterbrochen

60 % der Kurskosten 2.700 Euro
  • Wiedereinsteiger/-in nach der Elternkarenz

beim AMS arbeitsuchend gemeldet und Arbeitsverhältnis mindestens 6 Monate unterbrochen

60 % der
Kurskosten
2.700 Euro
  • Arbeitnehmer/-in (Vollzeit/Teilzeit)
  • geringfügig Beschäftigte/-r
  • Arbeitslose/-r
  • Ein-Personen-bzw. Kleinunternehmer/-innen

ab 50 Jahre und monatliches Bruttoeinkommen höchstens 2.400 Euro

60 % der
Kurskosten
2.700 Euro
  • Arbeitnehmer/-in (Vollzeit/Teilzeit)
  • geringfügig Beschäftige/-r
  • Arbeitslose/-r
  • Ein-Personen bzw. Kleinunternehmer/-innen
  • Bezieherin von Wochengeld oder Bezieher/-in von Kinderbetreuungsgeld, deren Arbeitsverhältnis mindestens 6 Monate unterbrochen
  • Wiedereinsteiger/-innen nach der Elternkarenz, die beim AMS arbeitssuchend gemeldet sind und Arbeitsverhältnis mindestens 6 Monate unterbrochen

Besuch der Deutschkurse A1, A2, B1 und B2 zum Zweck der Integration

60 % der
Kurskosten
1.000 Euro

Ausgenommen von der Bildungskonto-Förderung sind:

  • Personen, die beim AMS arbeitsuchend vorgemerkt sind und bisher keinen Arbeitnehmerstatus hatten

  • Personen, die eine Alterspension beziehen

  • Personen, die ihren Hauptwohnsitz nur für einen bestimmten Zeitraum in Oberösterreich angemeldet haben (für Studien- und Ausbildungszwecke, Au-pair)

  • alle Studien und Lehrgänge an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und sonstigen Instituten, die mit einem akademischen Grad abschließen (zum Beispiel Bachelor-, Master-, Magister-, Doktoratsstudium oder MBA/MSc)

  • Energetische Aus- und Weiterbildungen

  • Führerscheinkurse für die Gruppen A und B

  • Hobbykurse

  • Kurskosten unter 100 Euro
     
  • Fahrt-, Nächtigungs-, Verpflegungs- und Materialkosten

  • Prüfungsgebühren

Antrag

Der Förderantrag ist spätestens 6 Monate nach Ende der Weiterbildung beziehungsweise nach Ablegung der Abschlussprüfung beim Land Oberösterreich einzureichen. Möglich ist auch eine Online-Antragstellung.

Personen, die eine Ausbildung in einem neuen Beruf abgeschlossen haben, müssen zusätzlich innerhalb von 12 Monaten ab Kursende einen Nachweis der beruflichen Anwendung (Arbeitsbestätigung, Gewerbeschein, …) erbringen. Bei fristgerechter Einreichung des Förderantrages erhalten diese betroffenen Personen eine schriftliche Aufforderung vom Land OÖ.

TIPP

Zusätzlich zum Bildungskonto des Landes Oberösterreich können AK-Mitglieder für viele Angebote die AK-Leistungskarten-Ermäßigung beziehungsweise für bestimmte Kurse den AK-Bildungsbonus in Anspruch nehmen.

Bildungskosten können auch im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung steuerlich geltend gemacht werden.

Noch Fragen?

Wenn Sie noch Fragen zur Bildungskonto-Förderung haben, rufen Sie am besten einfach an:

Arbeiterkammer Oberösterreich
AK-Bildungstelefon: +43 50 6906 1601 

Amt der OÖ. Landesregierung
Bildungskonto-Hotline: +43 732 7720 14900 von 8 bis 12 Uhr
E-Mail: bildungskonto@ooe.gv.at


Links

Kontakt

Kontakt

AK Bildungsberatung in OÖ
TEL: +43 50 6906 1601
E-MAIL: bildungsinfo@akooe.at
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