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Wichtige Infos zur Einkommensteuer

Eine Einkommensteuererklärung muss gemacht werden, wenn ... 

  • Sie aus selbständiger Tätigkeit ein Einkommen haben, das höher ist als 11.000 Euro.
  • Sie sowohl selbständiges Einkommen über 730 Euro als auch nicht selbständiges Einkommen (z.B. Arbeiter/-in, Angestellte/r) haben und das Gesamteinkommen höher ist als 12.000 Euro.
  • Sie Einkünfte aus einem Betrieb beziehen und Ihr Einkommen daraus höher als 11.000 Euro ist.
  • das Finanzamt Sie dazu auffordert.
Achtung

Nicht nur Einkünfte aus einem Werkvertrag sondern auch Einkünfte, die Sie als Freie Dienstnehmerin/ Freier Dienstnehmer lukrieren, gelten steuerrechtlich grundsätzlich als selbständige Einkünfte. Steuerpflichtig ist allerdings nur der Gewinn, also die Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben. Die AK bietet Freien Dienstnehmern/-innen und Werkvertragsnehmern/-innen zahlreiche Tipps und Infos. Steuerlich sind diese beiden Gruppen übrigens völlig gleichgestellt!

Fristen 

Die Einkommensteuererklärung können Sie im Internet bei FinanzOnline machen. Dafür haben Sie bis zum 30. Juni des Folgejahres Zeit. Haben Sie keinen Internetzugang, können Sie die Erklärung auch am Papier machen und beim Finanzamt einreichen. Sie benötigen dafür die Formulare E1 und E1a. Hier ist die Abgabefrist bis längstens 30. April.

>> Zum Artikel: Fristen für Meldung und Steuererklärung

Was ist ein Einkommensteuerbescheid?

Die Berechnung der Einkommensteuer können Sie vom Einkommensteuerbescheid ablesen. Auf diesem Bescheid können Sie auch sehen, welche Ausgaben nicht anerkannt wurden. Sind also etwa Sonderausgaben zu Unrecht nicht anerkannt worden, können Sie innerhalb eines Monats ab Zustellung gegen den Bescheid Beschwerde einlegen. Weitere Möglichkeiten einen Bescheid zu bekämpfen sowie Musteranträge dafür finden Sie hier

Steuervorauszahlungen

Wenn Sie mehrere lohn- oder einkommensteuerpflichtige Einkünfte in einem Jahr haben und sich deshalb eine Steuernachzahlung ergibt, schreibt Ihnen das Finanzamt eine Steuervorauszahlung für das folgende Kalenderjahr vor. Die Vorauszahlung wird aber nur dann festgesetzt, wenn sie mindestens 300 Euro im Jahr beträgt. Wie hoch diese Zahlungen sind, finden Sie am Vorauszahlungsbescheid. Sie bekommen alle drei Monate ein Viertel des gesamten Vorauszahlungsbetrages vorgeschrieben. Sind die Vorauszahlungen zu hoch, beispielsweise weil Sie in diesem Jahr weniger verdienen als im Vorjahr, so können Sie gegen den Bescheid innerhalb eines Monats Beschwerde einlegen. Ist die Frist abgelaufen, können Sie bis 30. September des Kalenderjahres einen formlosen Antrag auf Herabsetzung der Zahlungen stellen. Im nächsten Einkommensteuerbescheid werden die Vorauszahlungen dann angerechnet.

TIPP

Stellen Sie den Antrag mithilfe unseres Musterbriefes

Schulden beim Finanzamt

Wenn Sie Schulden beim Finanzamt haben, können Sie um Stundung des Rückstandes ersuchen oder eine Ratenvereinbarung treffen. Das ist allerdings nur möglich, wenn die sofortige Zahlung mit Härten verbunden wäre.

TIPP

Nutzen Sie dazu ein AK Musteransuchen auf Stundung bzw. auf Ratenvereinbarung!

Wurde die Ratenzahlung oder Stundung bewilligt, werden bei weniger als 750 Euro Schulden keine Zinsen verrechnet. Sind die Schulden höher, werden Zinsen in der Höhe von 4,38 % (Stand: Dezember 2014) verrechnet.

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