Das gilt bei Pro­vision­en

Erich L. erhält am Ende jeden Monats immer eine Provision in wechselnder Höhe. Wie der Chef auf die Summe kommt, kann er nicht nachvollziehen. Außerdem hat er keinen Einblick in die Geschäftszahlen.

Mit diesen Problemen ist Erich L. nicht alleine. Viele Pro­visions­verein­barungen sind so unklar, dass die Betroffenen nur schwer zu ihrem Recht kommen. 

Tipp

Eine Provisionsvereinbarung ist nur dann etwas wert, wenn die Kriterien für die Provision ver­ständ­lich und am besten schriftlich festgelegt sind.

Worauf Sie achten sollten

Achten Sie daher vor Unterschrift besonders auf Klauseln, die es Ihrem Chef ermöglichen, die Höhe der Provision einseitig zu ändern oder sie ganz zu streichen. Solche Klauseln können zum Verlust der Provision führen. Vorsicht auch bei Formulierungen, die auf eine Provisionsvereinbarung in der Zukunft verweisen. Unterschreiben Sie Ihren Dienstvertrag daher erst, wenn die Frage der Provisionen schriftlich geklärt ist.

Die Fälligkeit richtet sich nach der Vereinbarung. Wenn nichts anderes vereinbart ist, hat die Provisionsabrechnung bei Angestellten mit Quartalsende bzw. (früherem) Dienstaustritt zu erfolgen. Achten Sie auf Verfallsklauseln im Kollektiv- oder Dienstvertrag und machen Sie offene Provisionen im Zweifel sofort schriftlich geltend. Sonst droht der Verlust des Anspruchs.

Tipp

Bei Krankheit, Urlaub oder Dienstfreistellung haben Sie Anspruch auf einen Provisionsdurchschnitt.

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