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Steuergutschrift bei niedrigem Einkommen

Geld vom Finanzamt!

Im Zuge der Steuerreform wurde die Negativsteuer für das Jahr 2015 verdoppelt und ab dem Veranlagungsjahr 2016 nochmals erhöht: Arbeitnehmer/-innen, die so wenig verdienen, dass sie keine Lohnsteuer zahlen (ab 2016: unter 1.255,90 Euro brutto monatlich), können sich bei den Veranlagungen bis 2014 10 Prozent der gezahlten Sozialversicherungs-Beiträge, maximal 110 Euro an "Negativsteuer" zurückholen; 2015: 20 Prozent, maximal 220 Euro; ab 2016: 50 Prozent, maximal 400 Euro. Voraussetzung ist immer, dass sie Sozialversicherung zahlen.

Wen betrifft die Negativsteuer?

Sie betrifft vor allem:

  • Lehrlinge
  • Teilzeitbeschäftigte
  • Ferialarbeiter
  • Pflichtpraktikanten
  • geringfügig Beschäftigte, die einen Sozialversicherungsbeitrag einzahlen

Daher: Unbedingt eine Arbeitnehmerveranlagung beim Finanzamt einreichen und Geld holen!

Achtung

Pensionisten/-innen haben aufgrund der Steuerreform erstmals für das Jahr 2015 Anspruch auf Negativsteuer von 20 Prozent der gezahlten Sozialversicherungs-Beiträge, maximal 55 Euro und ab dem Veranlagungsjahr 2016 (erstmalige Geltendmachung im Wege der Arbeitnehmerveranlagung im Jahr 2017) von 50 Prozent der Sozialversicherungs-Beiträge , maximal 110 Euro.


Freie Dienstnehmer/-innen haben allerdings weiterhin keinen Anspruch auf diese Negativsteuer!

Eine spezielle Form der Negativsteuer gibt es

  • für Alleinverdiener mit Kind und
  • für Alleinerzieher, die wenig verdienen: Können Sie den Alleinverdiener- bzw. Alleinerzieherabsetzbetrag bei der laufenden Lohnabrechnung nicht voll ausnützen, weil Ihre Lohnsteuer niedriger ist als der Absetzbetrag, erhalten Sie diesen vom Finanzamt ausbezahlt.

Dieser Betrag ist nach der Anzahl der Kinder, für die mindestens 7 Monate im betreffenden Jahr Familienbeihilfe bezogen wird gestaffelt. Wenn Sie den Alleinverdiener- bzw. Alleinerzieherabsetzbetrag nicht voll ausnützen können, weil Ihre Jahressteuer niedriger ist als der Absetzbetrag, erhalten Sie bis zu

494,00 Euro
bei 1 Kind
669,00 Euro
bei 2 Kindern
889,00 Euro
bei 3 Kindern
220,00 Euro
für jedes weitere Kind zusätzlich

Diese spezielle Form der Negativsteuer - der negativ ausbezahlte Alleinerzieher- bzw. Alleinverdienerabsetzbetrag – steht auch freien Dienstnehmern und Selbständigen bei besonders niedrigen Einkommen zu.

Antrag stellen!

Benutzen Sie für den Antrag das Formular L 1 (Arbeitnehmerveranlagung).

Nach Ablauf eines Kalenderjahres kann die Negativsteuer rückwirkend beantragt werden. Spätestens aber nach 5 Jahren ist die Frist abgelaufen (Beispiel: im Jahr 2017 können Arbeitnehmer/-innen noch die Negativsteuer für das Jahr 2012 beantragen).

Pendlerzuschlag

Arbeitnehmer/-innen, die die Voraussetzungen für das Pendlerpauschale erfüllen würden, deren Einkommen aber unterhalb der "Steuergrenze" liegt, erhalten durch den Pendlerzuschlag eine Ausweitung der Negativsteuer auf:

  • 15 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge
    für das Jahr 2012, maximal 251 Euro
  • 18 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge
    für die Jahre 2013 und 2014, maximal 400 Euro
  • 36 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge
    für das Jahr 2015, maximal 450 Euro  
  • 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge
    ab 2016, maximal 500 Euro (Kann erstmals mit der Veranlagung im Jahr 2017 geltend gemacht werden!)        

Neu ab 2013 bzw. ab 2016:
Pendlerausgleichsbetrag bzw. erhöhter Verkehrsabsetzbetrag für Pendler knapp über der „Steuergrenze“

Wenn Sie so wenig Steuer zahlen, dass das Pendlerpauschale nicht voll ausgeschöpft werden kann, gebührt ab 2013 bis 2015 automatisch – sofern bei der Arbeitnehmerveranlagung das Pendlerpauschale eingetragen wurde - ein Pendlerausgleichsbetrag von bis zu 290 Euro.

Ab 2016 steht stattdessen ein um 290 Euro erhöhter Verkehrsabsetzbetrag (somit insgesamt 690 Euro) zu, wenn Pendler mit Anspruch auf Pendlerpauschale ein Einkommen von nicht mehr als 12.200 Euro im Jahr haben. Bei einem Einkommen zwischen 12.200 und 13.000 Euro schleift sich der erhöhte Verkehrsabsetzbetrag von 690 Euro gleichmäßig auf den Verkehrsabsetzbetrag von 400 Euro ein.


Absetzbeträge

Absetzbeträge werden in voller Höhe direkt von der Steuer abgezogen!

Formulare "Steuer & Einkommen"

Beantragen Sie eine Veranlagung, auch, wenn Sie dazu nicht verpflichtet sind – meist gibt es Geld zurück! Mit direkten Links zu allen Formularen.

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