Arbeitnehmerschutz

Gemäß § 30 des Arbeitsverfassungsgesetzes (ArbVG) haben Betriebsräte/-innen die gesundheitlichen und sozialen Interessen der Beschäftigten wahrzunehmen und zu fördern. Um dieser Aufgabe nachkommen zu können, hat der Gesetzgeber weitgehende Befugnisse für die Belegschaftsvertretung im Bereich des Arbeitnehmernehmerschutzes definiert. So müssen Betriebsräte/-innen bei der Planung und Einführung neuer Technologien betreffend Arbeitsmittel, Arbeitsstoffe, der Gestaltung der Arbeitsbedingungen und so weiter vom Betriebsinhaber angehört werden. Sie sind bei der Auswahl der persönlichen Schutzausrüstung, bei der Arbeitsplatzevaluierung und der Organisation der Unterweisung zu beteiligen. Dadurch eröffnen sich zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für eine gesundheitsfördernde und sichere Arbeitswelt. 

Zugang zu Unter­lagen

Betriebsräte/-innen haben in Angelegenheiten des Arbeitnehmerschutzes Zugang zu allen relevanten Aufzeichnungen und Unterlagen. Sie können Beratungen und Kontrollen durch die Arbeitsinspektion initiieren und müssen bei diesen stets beteiligt werden. Durch den Abschluss von Betriebsvereinbarungen können Betriebsräte/-innen zudem die Praxis des betrieblichen Arbeitnehmerschutzes mitgestalten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung etablieren.
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