Meldepflicht für stillende Mütter

Stillende Mütter sind verpflichtet, dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin bei Wiederantritt der Arbeit mitzuteilen, dass sie stillen, ansonsten gelten die Beschäftigungsverbote nicht.

Was stillende Mütter nicht dürfen

Stillenden Müttern sind folgende Arbeiten untersagt:

  • Arbeiten mit Heben und Tragen schwerer Lasten
  • Arbeiten, bei denen die Gefahr einer Berufskrankheit besteht
  • Arbeiten unter Einwirkung von Hitze, Kälte oder Nässe, bei denen eine Schädigung nicht ausgeschlossen werden kann
  • Arbeiten unter Zeit- und Leistungsdruck

Darüber hinaus entscheidet im Zweifel das Arbeitsinspektorat, ob ein Beschäftigungsverbot vorliegt. Die Beschäftigungsverbote gelten zeitlich unbeschränkt, solange die Mutter stillt. Auf Verlangen ist darüber eine Bestätigung (von Arzt/Ärztin oder Mütterberatungsstelle) vorzulegen.

Stillzeit

Stillenden Müttern ist auf ihr Verlangen die zum Stillen ihrer Kinder erforderliche Zeit freizugeben.

Arbeitnehmerin arbeitet am Tag ...Stillzeit
mehr als 4,5 Stunden1 x 45 Minuten
8 oder mehr Stunden2 x 45 Minuten
Ist jedoch in der Nähe der Arbeitsstätte keine Stillgelegenheit vorhanden, so ist eine Stillzeit von 90 Minuten zu gewähren.

Durch die Gewährung der Stillzeit darf kein Verdienstausfall eintreten, und die Stillzeit darf nicht vor- oder nachgearbeitet und auch nicht auf die vorgesehenen Ruhezeiten angerechnet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Schwangere schaut auf Armbanduhr © fizkes, stock.adobe.com

Überstunden, Nacht- und Feiertagsarbeit

Re­ge­lun­gen für Über­stun­den, Nacht­ar­beit, Sonn- und Fei­er­tags­ar­beit

Schwangere hält Besen © LanaK, stock.adobe.com

Beschäftigungsverbot

Die Schutz­be­stim­mun­gen für Schwan­ge­re: ab­solu­tes und in­di­vi­du­el­les Be­schäf­ti­gungs­ver­bot

  • © 2018 AK Oberösterreich | Volksgartenstrasse 40 4020 Linz, +43 50 6906 0

  • Datenschutz
  • Impressum