Kinder­betreuungs­geld: Ver­längerter Bezug

In bestimmten Härtefällen kann der Bezug von Kinderbetreuungsgeld um maximal 91 Tage verlängert werden:

Ver­längerung in Härte­fällen

Der zweite Elternteil ist aufgrund eines der folgenden Umstände am Bezug des Kinderbetreuungsgeldes verhindert:

  • Tod
  • Aufenthalt in einer Heil- oder Pflegeanstalt
  • gerichtlich- oder behördlich festgestellte häusliche Gewalt
  • Aufenthalt im Frauenhaus aufgrund häuslicher Gewalt
  • Verbüßung einer Freiheitsstrafe
  • gerichtlich oder behördliche Anhaltung

Ver­längerung für Allein­erzieher/-innen

Die Verlängerung für Alleinerzieher/-innen ist möglich, wenn die Person einen Antrag auf Festsetzung des Unterhaltes gestellt hat und keinen Unterhalt bezieht, beziehungsweise ein vom Gericht vorläufig zugesprochener Unterhalt 100 Euro nicht übersteigt. Zusätzlich darf während der letzten 121 Tage vor der Verlängerung sowie während der 91 Verlängerungstage das Einkommen des alleinstehenden Elternteiles im monatlichen Durchschnitt den Betrag von 1.400 Euro netto nicht übersteigen.

Ab einer dritten und weiteren im gemeinsamen Haushalt lebenden Person, für die aufgrund einer rechtlichen oder sittlichen Pflicht vom alleinstehenden Elternteil Unterhalt geleistet wird, erhöht sich dieser Betrag um jeweils 300 Euro monatlich.

Zum Einkommen zählen auch Leistungen aus der gesetzlichen oder freiwilligen Pensionsversicherung, Arbeitslosenversicherung, Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe sowie Beihilfen und Zuschüsse.

Links

Kontakt

Kontakt

AK Rechtsberatung
Volksgartenstraße 40
4020 Linz
TEL: +43 50 6906 1
Anfrage ...

  • © 2022 AK Oberösterreich | Volksgartenstrasse 40 4020 Linz, +43 50 6906 0

  • Datenschutz
  • Impressum