Schulische Nach­mittags­betreuung

Die „schulische Nach­mittags­betreuung“ bietet am Nach­mittag keinen Unterricht, sondern ausschließlich betreute Lern- und Freizeit.

Nur für die gegenstands­bezogene Lern­zeit sind (fachbezogene) Lehrer/-innen zu bestellen. Für die individuelle (= freie) Lernzeit und die Freizeit­phasen (= die betreute Zeit außerhalb der Lernstunden) werden Erzieher/-innen mit unter­schiedlichen Aus­bildungen herangezogen. 

Wie die Freizeit­phasen gestaltet werden (können), hängt vom Standort­konzept und von den Gemeinden ab. Denn letztere müssen in der Regel den Freizeit­block finanzieren. Oft wird auch von den Eltern ein Beitrag einge­hoben.

NABE hat ihre Grenzen

In der Regel dauert die schulische NABE mindestens bis 16:00 Uhr, wobei grund­sätzlich oft auch eine tageweise Teil­nahme vereinbart werden kann. Das ist möglich, weil im Rahmen der NABE in der Regel kein ver­pflichtender Unter­richt stattfindet.

Diese zeitlich flexible Teil­nahme erscheint manchen Eltern als Vorteil gegenüber der „echten“ Ganz­tages­schule, wo alle Kinder auch am Nach­mittag anwesend sein müssen, da dort die Phasen des Unter­richts, der Freizeit und des Lernens über den ganzen Tag verteilt sind.

Mindestens 12 Schüler notwendig

Damit schulische NABE genehmigt werden kann, ist unter anderem eine Mindest­teilnehmer/-innen­zahl erforderlich (laut Gesetz müssen am Stand­ort zumindest 15 Anmeldungen vorliegen, bei schularten­übergreifender schulischer NABE nur 12). 

Weiterführende Eltern-Informationen

Überblick zu ganztägigen Schul­formen und schulischer NABE unter: bildung.bmbwf.gv.at

Daten und Fakten zu ganz­tägigen Schul­formen in Ober­öster­reich

  • In Ober­öster­reich gibt es derzeit über 300 Pflicht­schul-Standorte mit ganz­tägigen Schul­angeboten. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Halbtags­schulen mit NABE.

  • Rund 20 Schul­standorte (Volks­schulen, Gymnasien, NMS, PTS und ASO) werden gegen­wärtig ganz oder klassen­weise als „echte“ Ganztags­schulen geführt. Das betrifft knapp über 1 Prozent der 6- bis 14-Jährigen in Ober­österreich.

  • In Ober­österreich besuchen rund 10 Prozent der 6- bis 14-Jährigen einen Hort.

Nach­mittags­betreuung in einem Hort

Schulische NABE kann auch in Zusammen­arbeit mit einem (im Idealfall nahe­gelegenen) Hort erfolgen. Ebenso kann ein Hort ohne Bezug zur Schule besucht werden.

Im Hort gibt es Gelegen­heit zum Spiel sowie zum (selb­ständigen) Haus­aufgaben machen. Die un­mittelbare Verbin­dung zum Schul­unterricht (etwa gezieltes individu­elles Üben mit Lehrplan­bezug) fehlt jedoch, sofern nicht eine enge Zusammen­arbeit zu einer bestimmten Schule besteht. Die Betreuung in den Horten erfolgt üblicher Weise durch qualifizierte Hort­pädagoginnen und -pädagogen, die im Rahmen der 5-jährigen Bildungs­anstalten für Kinder­garten- und Hort­pädagogik ausge­bildet werden.

Durch das ver­stärkte Au­fkommen ganz­tägiger Schul­formen kommt es in jüngster Zeit zu einer gewissen Konkurrenz zwischen dem Hort und der schulischen NABE sowie der „echten“ Ganztags­schule. Anstelle eines Ver­drängungs­wett­bewerbs kann eine zusammen­führende Weiter­ent­wicklung von Hort und Ganztags­schule eine Lösung sein, zumal unter anderem die räum­lichen und perso­nellen Ressourcen der Horte unverzicht­bar sind. Aus päda­gogischer Sicht wäre die Ein­bindung der Horte sowie des Knowhows und der Qualifika­tionen der Hort­pädagogen/-innen in das Konzept der „echten“ Ganztags­schule ein sinn­voller Schritt!

Weitere Formen von NABE

Neben „echten“ Ganz­tags­schulen, schulischer NABE und der professio­nellen Betreuung in einem Hort gibt es auch noch andere (=außerschulische) Formen von NABE für Schüler/-innen. Hier ist es jedoch - mangels verbind­licher Richt­linien zur Sicherung einer ent­sprechenden Mindest­qualität - schwer möglich, quali­tative Aussagen über diese Art der Betreuung zu machen. Umfang und Qualität der Betreuung sowie das Vorhanden­sein von päda­gogischen Quali­fikationen müssen im konkreten Einzel­fall geprüft werden.

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