Jugend­arbeits­losig­keit in Ober­öster­reich: So viele Jugendliche suchen eine Lehr­stelle

Viele junge Menschen finden nach der Schule oder Ausbildung keine Arbeit. Die steigende Jugendarbeitslosigkeit in Österreich führt zu:

  • Hoher psychischer Belastung bei Jugendlichen
  • Unsicherheit über berufliche Zukunft
  • Eingeschränkten Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Aktuelle Zahlen zur Jugend­arbeits­losig­keit
in Öster­reich

Die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich ist in den letzten Jahren stark und kontinuierlich gestiegen. Waren im Jahr 2022 noch 57.420 junge Menschen von Beschäftigungslosigkeit betroffen, so waren es 2 Jahre später bereits 73.054.

Laut Zahlen des Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und der Statistik Austria waren im Jahr 2025 davon 9.166 junge Menschen auf Lehrstellensuche, 34.034 als arbeitslos gemeldet und 29.854 in Schulungen. Im Vergleich zu 2024 ist dies ein Anstieg von 6,7 Prozent. Besonders stark war der Zuwachs unter den Lehrstellensuchenden (+16,3 Prozent).


Aktuelle Zahlen zur Jugend­arbeits­losig­keit
in Ober­öster­reich

Auch in Oberösterreich zeigt sich ein ähnlicher Trend: Die Zahl der beschäftigungslosen Jugendlichen ist hier ebenfalls gestiegen.

Im Jahr 2025 waren nach Zahlen des Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und der Statistik Austria durchschnittlich 902 junge Menschen auf Lehrstellensuche – ein deutlicher Anstieg von 20,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich waren 4.816 Jugendliche arbeitslos gemeldet (+15,7 Prozent zum Vorjahr) und 3.730 in Schulungen. Insgesamt waren damit 9.448 junge Menschen in Oberösterreich im vergangenen Jahr auf der Suche nach einer Beschäftigung. Das ist ein überdurchschnittlicher Anstieg von 9,1 Prozent im Vergleich zu 2024.

Aktuelle Zahlen zur Arbeits­losig­keit
in Ober­öster­reich

Die Jugendarbeitslosenquote in Oberösterreich beträgt nach Zahlen des Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und der Statistik Austria 5,6 Prozent im Jahr 2025. Damit liegt Oberösterreich zwar unter dem österreichweiten Mittelwert aber über Tirol und Salzburg. Bei dieser offiziellen Quote vom AMS sind jedoch Lehrstellensuchende und Personen in Schulungen nicht berücksichtigt.


Junge Menschen fördern – Verantwortung tragen!

Betriebe tragen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung.

  • Darum müssen Unternehmen gerade jetzt junge Menschen einstellen und ausbilden.
  • Jede:r Jugendliche, unabhängig von Noten oder Lebensweg, sollte eine echte Chance auf Ausbildung und Arbeit bekommen.
  • Damit kann auch dem beklagten, selbstverschuldeten Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Außerdem braucht es eine starke arbeitsmarktpolitische Offensive, um die Jugendarbeitslosigkeit zu senken. Das AMS benötigt dafür ausreichende Mittel, denn Kürzungen gefährden die Zukunft junger Menschen und verschärfen die Lage am Arbeitsmarkt weiter.

Forderungen der AK Ober­öster­reich

  • Die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre sollte als echte Ausbildungsgarantie für junge Erwachsene bis 24 Jahre ausgeweitet werden: Das Angebot an überbetrieblichen Lehrausbildungsplätzen muss rasch bedarfsgerecht aufgestockt werden.

  • Die Kürzung der Ausbildungsbeihilfe in überbetrieblichen Lehrausbildungen soll zurückgenommen werden. Gerade eine längerfristige Ausbildung muss attraktiv und leistbar für junge Menschen sein, um den Auszug von daheim und den Schritt in die Eigenständigkeit zu ermöglichen.

  • Die betriebliche Lehrstellenförderung ist effizienter zu gestalten: Mitnahmeeffekte sind zu minimieren, die Ausbildungsqualität zu verbessern und die Fördermittel gerechter zu verteilen.

  • Die Kapazitäten des kostenlosen psychologischen und psychotherapeutischen Angebots müssen rasch erweitert werden.

  • Das AMS-Budget muss deutlich und speziell für Jugendliche erhöht werden.

  • Betriebe sollen mehr junge Menschen zu Fachkräften ausbilden und vor allem Jugendlichen mit schlechten Noten, sozial-emotionalen Auffälligkeiten oder gesundheitlichen Problemen eine Chance geben.

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Wirtschafts-, Sozial- und Gesell­schafts­politik

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