24.06.2026

Regelmäßige Kontrollen und strenge Regeln zeigen Wirkung: Nur eine Grenzwertüberschreitung beim Kinderspielzeugtest

Ein aktueller Spielzeugtest der Arbeiterkammer Oberösterreich, durchgeführt in Kooperation mit GLOBAL 2000, liefert erfreuliche Ergebnisse: Von 19 untersuchten Spielzeugen wurde lediglich bei einem Spielschleim eine Grenzwertüberschreitung gemäß EU-Chemikalienverordnung für verbotene bzw. gesundheitsgefährdende Chemikalien festgestellt.

AK-Tests zeigen Wirkung

Die positiven Ergebnisse kommen nicht von ungefähr. Frühere Untersuchungen der AK haben wiederholt Sicherheitsmängel aufgedeckt und damit Druck auf Hersteller, Händler und Gesetzgeber ausgeübt. So wiesen bei einem AK-Test im Jahr 2024 insbesondere günstige Spielzeuge von Online-Plattformen wie Temu, Shein oder Wish teils erhebliche Sicherheitsrisiken auf – von gefährlichen Chemikalien bis hin zu potenziellen Erstickungsgefahren. Ein weiterer Test machte deutlich, dass selbst vermeintlich unbedenkliches Holzspielzeug teilweise Lackierungen mit Stoffen enthielt, die in der EU nicht zugelassen sind oder als potenziell krebserregend gelten. 

Auch der Safety-Gate-Bericht 2025 der Europäischen Kommission bestätigte, dass gesundheitsgefährdende Chemikalien in Spielzeug nach wie vor ein verbreitetes Problem auf dem europäischen Markt darstellen. Umso wichtiger sind regelmäßige Kontrollen, die dazu beitragen, die Produktsicherheit kontinuierlich zu verbessern. 

Verschärfte EU-Regeln

Mit der neuen EU-Spielzeugverordnung wurden die Sicherheitsanforderungen für Spielzeug erst im November letzten Jahres deutlich verschärft. Auch die EU-Chemikalienverordnung gemäß REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) wurde nachgebessert. Insbesondere gelten strengere Vorgaben für den Einsatz gefährlicher Chemikalien. Zusätzlich wird ein digitaler Produktpass eingeführt, der die Rückverfolgbarkeit von Produkten verbessert und die Marktüberwachung erleichtert. 

Weniger Schadstoffe im Kinderzimmer

Die im stationären Handel sowie online erworbenen Spielzeuge wurden von einem unabhängigen Labor auf besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC – Substances of Very High Concern) untersucht. Dabei lag der Fokus bewusst auf Produkten, mit denen Kinder häufig Hautkontakt haben oder die in den Mund genommen werden können. Geprüft wurde unter anderem auf Weichmacher in Kunststoffen, Flammschutzmittel und Schwermetalle. Das Ergebnis ist erfreulich: Nur in einem Spielschleim wurde eine Grenzwertüberschreitung gemäß EU-Chemikalienverordnung für verbotene bzw. gesundheitsgefährdende Chemikalien festgestellt. Das zeigt, dass regelmäßige und unabhängige Tests, aber auch wirksame gesetzliche Vorgaben einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Kindern leisten. 

Frühere Untersuchungen der AK haben wiederholt Sicherheitsmängel aufgedeckt und damit Druck auf Hersteller, Händler und Gesetzgeber ausgeübt.

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