17.02.2026

Saug- und Wischroboter im KONSUMENT-Test: Kein adäquater Ersatz für den herkömmlichen Staubsauger

Saug- und Wischroboter versprechen Unterstützung im Haushalt. Sie sollen die Bodenreinigung erleichtern und dabei Zeit sparen. Die Auswahl der Modelle ist groß und wie der Test zeigt, steigt die Qualität nicht automatisch mit dem Preis, der zwischen 261 Euro und 1.285 Euro liegt. Fast alle der 13 Geräte wurden mit gut bewertet, zwei wurden mit durchschnittlich bewertet. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet der Xiaomi S20+ zum Preis von 261 Euro.

Testergebnis: Saug- und Wischroboter

Konsument:innen, die sich durch die Verwendung eines Saug- und Wischroboter saubere Böden ohne viel Aufwand erwarten, werden vielfach enttäuscht. Denn viele der Produkte weisen bei der Bodenreinigung Schwächen auf. So ist etwa in Ecken, bei Kanten und schwer zugänglichen Stellen eine gründliche Reinigung oft nicht möglich und ein zusätzliches Nacharbeiten erforderlich. Allgemein kommen Saug- und Wischroboter auf Hartböden besser zurecht als auf Teppichen. Für ein gutes Ergebnis müssen Hindernisse (etwa Sessel, Spielzeug oder Kabel) vorab händisch entfernt werden.  

Die meisten Saugroboter sammeln den Staub und Schmutz mittels rotierenden Bürsten auf der Unterseite und zumindest einer rotierenden Seitenbürste ein. Wenige Modelle arbeiten mit einem Saugsystem, wie man es von einem handelsüblichen Bodenstaubsauger kennt. 

Bei der Wischfunktion ziehen die einfachen Modelle ein auf der Unterseite befestigtes, abnehmbares Mopptuch über den Boden. Dieses muss vor Gebrauch per Hand oder über einen mit Wasser und Reinigungsmittel befüllten Tank am Staubsauger angefeuchtet werden. Bei besser ausgestatteten Geräten ist der Mopp nicht statisch, sondern vibriert oder rotiert. Bei einigen Topmodellen übernimmt die Ladestation das Ausspülen und Trocknen des Mopps, das Befüllen und Entleeren der Frisch- und Abwassertanks und das Hinzufügen von Reinigungsmittel. Dieser Luxus bedeutet aber eine große und sperrige Ladestation. 

Moderne Funktionen wie App-Steuerung, Zeitpläne oder automatische Raumerkennung sind mittlerweile weit verbreitet. Einfache Roboter fahren zufällig umher, während vernetzte Saug- und Wischroboter mit Sensoren Räume erkennen, Karten erstellen und Hindernisse oder Treppen erkennen. Mittels App kann man virtuelle Barrieren einrichten, um den Roboter von gewissen Bereichen fernzuhalten.

Vor einer Anschaffung sollte man unbedingt auch darauf achten, ob der Akku getauscht werden kann und Verschleißteile (so etwa Bürsten, Motorfilter bzw. Mopptücher) selber gewechselt werden können. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen spielt im Sinne der Nachhaltigkeit auch eine Rolle. Diese wird von den Herstellern zwischen zwei und 15 Jahren angegeben. 

Fazit: Die getesteten Geräte eignen sich als Zusatzgeräte im Haushalt und stellen keinen Ersatz für den herkömmlichen Staubsauger oder das bisher gewohnte Aufwischen dar.

hinweis

In Kooperation mit KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENTEN-Heft.

Viele der Produkte haben bei der Bodenreinigung Schwächen, so etwa in Ecken, bei Kanten und schwer zugänglichen Stellen.

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