Kinderfahrräder im KONSUMENT-Test: Nur 1 Modell überzeugt
Beim Kauf eines Kinderfahrrads gibt es für Eltern einige wichtige Punkte zu beachten. KONSUMENT hat deshalb 11 14-Zoll-Kinderfahrräder getestet. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Lediglich 1 Modell erhielt die Gesamtnote „Gut“, 5 Bikes wurden als „durchschnittlich“ bewertet, für die übrigen 5 gab es ein „Nicht zufriedenstellend“. Die Preisspanne der getesteten Modelle reichte von 115 bis 533 Euro, wobei ein hoher Preis nicht automatisch ein gutes Fahrrad garantiert.
Hinweis: Den kostenlosen Testbericht und die detaillierten Ergebnisse können Sie unter konsumentenschutz@akooe.at anfordern.
Testsieger überzeugt
Als Testsieger ging das Woom Go 2 hervor. Es überzeugte mit geringem Gewicht, guten Fahreigenschaften, hoher Sicherheit, Schadstofffreiheit und einer großen Verstellbarkeit des Sattels, sodass das Fahrrad lange mit dem Kind mitwächst. Mit einem Preis von 430 Euro zählt es allerdings auch zu den teuersten Modellen im Test. Zudem wird – wie bei mehreren anderen Modellen – wesentliche Ausstattung nicht mitgeliefert. Für die Teilnahme am Straßenverkehr müssen etwa Licht, Reflektoren und eine Klingel vorhanden sein. Praktische Extras wie Schutzbleche oder ein Fahrradständer fehlen ebenfalls häufig.
Beim zweitbesten Fahrrad im Test, dem Decathlon BTwin 2 in 1 Discover 900, waren Klingel und Beleuchtung im vergleichsweise günstigen Kaufpreis von 210 Euro inkludiert.
Bremskraft als Sicherheitsrisiko
Bei 4 Modellen (Academy, Bachtenkirch, Bikestar und Cube) wurde eine stark eingestellte Vorderbremse festgestellt, sodass ein Überschlag über den Lenker droht. Das führte zu einer Abwertung auf „nicht zufriedenstellend“. Ebenfalls durchgefallen ist das Fahrrad von Dino Bikes wegen einer zu geringen Bremskraft der Hinterbremse. Zusätzlich brach beim Belastungstest der Gabelschaft.
Schadstoffe und Ausstattung
In den Fahrradsätteln von Academy, Bulls, Cube und Puky wurden hohe Mengen an Benzo(ghi)perylen gefunden. Dieser polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff (PAK) steht unter anderem im Verdacht, erbgutverändernd zu wirken. Im Sattel von Bikestar wurden hohe Mengen des Weichmachers DPHP gefunden. Zwar ist er nicht verboten, aber in Kinderprodukten soll darauf verzichtet werden, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung in Deutschland.
Tipps
- Stützräder erleichtern den Einstieg, fördern jedoch nicht das Gleichgewicht.
- Achten Sie auf den Verstellbereich des Sattels. Je größer er ist, desto länger kann das Fahrrad mitwachsen.
- Spätestens wenn das Kind die Beine beim Fahren zu stark abwinkeln muss, ist die Zeit für ein größeres Rad gekommen.
Testergebnis
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