UV-Shirts für Kinder im KONSUMENT-Test: Nur 4 von 12 Produkten wurden für gut befunden
Beim sommerlichen Baden ist wirksamer Sonnenschutz für empfindliche Kinderhaut besonders wichtig. Als Alternative oder Ergänzung zum Eincremen setzen viele Eltern auf UV-Shirts. Das Testmagazin KONSUMENT hat 12 davon unter die Lupe genommen – nur 4 wurden für gut befunden.
Nur die Hälfte hielt den UV-Schutz ein
Untersucht wurde unter anderem, ob der angegebene UV-Schutz eingehalten wird und ob unerwünschte Chemikalien sowie Mikrofasern enthalten sind. Nur die Hälfte der getesteten Shirts hielt den angegebenen UV-Schutz ein. 4 Modelle der Marken Olaian, Ernstings Family, O’Neill und Decathlon erhielten die Testnote „Gut“. Am anderen Ende der Skala wurden 5 UV-Shirts mit einem „Nicht zufriedenstellend“ bewertet. Mehr dazu unter Konsumentenschutz | Arbeiterkammer Oberösterreich.
Bisphenole nachgewiesen
Insbesondere Kinder sollten möglichst wenig mit schadstoffhaltigen Produkten in Kontakt kommen. In 8 der 12 untersuchten UV-Shirts wurden Bisphenole nachgewiesen. Auch wenn kein Produkt die Grenzwerte für Bisphenol A (BPA) überschritten hat, wurden in mehreren Modellen „Ersatz-Bisphenole“ BPS oder BPF gefunden. Bezüglich Formaldehyd, Azofarbstoffen und anderen verbotenen Farbstoffen wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.
Mikroplastik durch Faserabrieb synthetischer Kleidung ist nahezu überall nachweisbar, auch in UV-Shirts. Da es zur Bewertung keine Norm gibt, wurden die Produkte direkt miteinander verglichen. Die meisten Modelle erhielten dabei die Bewertung „durchschnittlich“.
Kein Zusammenhang zwischen Marke und Qualität
Die Untersuchung zeigte keinen Zusammenhang zwischen Marke und Qualität. Während die getesteten Produkte von Temu und Shein schadstofffrei waren, versagten sie beim UV-Schutz. Auch bekannte Marken können unerwünschte Chemikalien enthalten. Eine direkte Gefahr geht von den getesteten Produkten dennoch nicht aus.
Tipps
- Da UV-Kleidung ein Verfallsdatum hat, sollten die Shirts nicht gebraucht gekauft oder zu lange aufbewahrt werden.
- Nicht nur spezielle UV-Shirts können schützen. Ein dicht gewebtes, dunkles oder schwarzes Baumwollshirt kann einen ähnlichen UV-Schutz bieten.
- Körperstellen, die nicht von Kleidung bedeckt sind, sollten mit Sonnencreme geschützt werden. Eine Kopfbedeckung gehört zum Sonnenschutz ebenfalls dazu.
Testergebnis
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