Cyberangriff auf die AK Oberösterreich: Aktuelle Informationen

Am Montag, 10. August 2026, haben Cyberkriminelle die Arbeiterkammer Oberösterreich angegriffen. Wir informieren Sie an dieser Stelle über den aktuellen Stand.

Weitere Informationen finden Sie hier.

09.09.2026

Sushi-Boxen im AK-Test: 7 von 10 Proben wertgemindert

Sushi to go erfreut sich großer Beliebtheit. Doch nicht immer erfüllen die Boxen zum Mitnehmen die berechtigten Qualitätserwartungen – das ergab ein Test der Arbeiterkammer Oberösterreich bei 10 Anbietern in Linz und Pasching. Fazit: Nur 3 Proben waren einwandfrei.

Mikrobiologisch und sensorisch untersucht

Für den Test wurden insgesamt 10 Sushi-Sets mikrobiologisch und sensorisch untersucht. Die Boxen enthielten entweder ausschließlich Nigiri-Sushi oder eine Kombination aus Nigiri, Maki sowie California Rolls. Je nach Anbieter und Zusammenstellung lagen die Preise zwischen 2,56 und 6,17 Euro je 100 Gramm. Zur abschließenden Beurteilung wurden sowohl fachliche Kriterien als auch die berechtigte Verbrauchererwartung berücksichtigt.

2 Anbieter lieferten Top-Qualität

3 der getesteten Produkte wurden insgesamt als einwandfrei beurteilt. Eat Happy und Taste Kitchen überzeugten auf ganzer Linie und setzten sich als Testsieger an die Spitze. Ein weiteres Sushi-Set schnitt mikrobiologisch zwar ebenfalls einwandfrei ab, konnte jedoch geschmacklich nicht mit den beiden Spitzenreitern mithalten. Kritikpunkte gab es beim Lachs. Nach Meinung der Expert:innen roch und schmeckte dieser fischig und alt.

7-mal lautete das Testurteil „wertgemindert“

Sushi ist aufgrund seiner rohen Zutaten ein leicht verderbliches Lebensmittel, für das strikte Hygieneanforderungen gelten. Um die Einhaltung dieser Anforderungen beurteilen zu können, gibt es von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) entsprechende Richt- und Warnwerte für Sushi. 

Keine Fadenwürmer oder krankmachende Keime gefunden

Bei 6 Proben im Test zeigten die Laborergebnisse eine Richtwertüberschreitung von einem bis 2 mikrobiologisch relevanten Parametern (Enterobakterien, Gesamtkeimzahl oder Hefen). Bei einem Sushi Set gab es eine Warnwertüberschreitung an Enterobakterien. Dies gilt als schwerer mikrobiologischer Mangel und deutet auf Schwachstellen in der Hygiene- und Herstellungspraxis hin. Parasiten wie Fadenwürmer oder krankmachende Keime wurden erfreulicherweise in keiner der getesteten Sushi-Boxen gefunden.

Besonderes Geschmackserlebnis

Für die Konsument:innen zählt jedoch nicht allein die hygienische Qualität – auch der sensorische Eindruck muss überzeugen. Das für Sushi typische Geschmackserlebnis ergibt sich aus dem optimalen Zusammenspiel von süß-säuerlichem Klebereis gepaart mit frischem Fisch. Auch diesen Erwartungen wurden die als wertgemindert eingestuften Sushi-Sets nur bedingt gerecht. 

Fischig und alt

In 3 Fällen wurden bei der Verkostung leichte sensorische Abweichungen festgestellt. So entsprachen bei 2 Sushi-Sets sowohl der Geruch als auch der Geschmack von Lachs und Reis nicht vollständig den Erwartungen. Die 3. Probe wurde aufgrund der schmierigen Konsistenz vom Lachs bemängelt. Bei den übrigen 4 Sushi Sets gingen die sensorischen Abweichungen über geringfügige Mängel hinaus. Die Beanstandungen bezogen sich dabei vor allem auf den Lachs, dessen Geruch und Geschmack als fischig und alt kritisiert wurde.

Testergebnis

Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den Infogram-Service zu laden!

weiterführende artikel

Sushi ist aufgrund seiner rohen Zutaten ein leicht verderbliches Lebensmittel, für das strikte Hygieneanforderungen gelten.

Kontakt

Kontakt

Arbeiterkammer OÖ
Konsumentenschutz

TEL: +43 50 6906 2