Schwieriger Aufhol­prozess beim Ein­kommen 

Die Arbeitnehmer:innen mussten die Ende 2021 einsetzende energiepreis- und gewinngetriebene Inflationskrise mit Kaufkraftverlusten ihrer Löhne und Gehälter tragen. In Folgejahren konnten Gewerkschaften reale Zugewinne erkämpfen. Dieser Nachholprozess ist noch im Gange. 

Erwerbs­ein­kommen in Österreich in 25 Jahren brutto und netto ge­sunken

Das durchschnittliche Arbeitseinkommen steigt zwar nominell jedes Jahr. Die Kaufkraft aber kann durch hohe Inflation und markante Verschiebungen bei den Beschäftigungsformen – etwa hin zu niedriger entlohnten Arbeiten – auch sinken. In den vergangenen 25 Jahren ist ein Durchschnittsentgelt aus unselbständiger Erwerbsarbeit in Österreich real (= inflationsbereinigt) und brutto um 1,5 Prozent gesunken. Auch netto, nach Abzug von Steuern, ist die durchschnittliche Kaufkraft gesunken, nämlich um ein halbes Prozent. Und das trotz mehrerer Lohnsteuerreformen von 1998 bis 2023.

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Un­gleicher gewordene Ver­teilung von Ein­kommen

Dabei hat das am schlechtesten verdienende Einkommensviertel 2023 real sogar um 6,4 Prozent weniger Einkommen als die Vergleichsgruppe 1998. Das Viertel mit den höchsten Lohn- beziehungsweise Gehaltseinkommen verdient netto real um 2,5 Prozent mehr als jenes 25 Jahre zuvor. Weder Spitzengehälter, noch Managergagen und Gewinnausschüttungen sind in dieser Statistik  enthalten.

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Ober­österreich 2025: 3.236 Euro Monats­entgelt 

Im ersten Halbjahr 2025 bezogen nur 6,5 Prozent der oberösterreichischen Arbeitnehmer:innen ein Monatsbruttoeinkommen über der Höchstbeitragsgrundlage von 6.450 Euro. Das mittlere (Median-)Einkommen in Oberösterreich betrug im ersten Halbjahr 2025 rund  3.236 Euro brutto. Männer verdienten im Median rund 3.760 Euro. Frauen mit rund 2.490 Euro um ein Drittel (34 Prozent) weniger.

Reales Einkommens­plus von 0,6 Prozent in Ober­öster­reich

Das oberösterreichische Median-Einkommen in Höhe von brutto 3.236 Euro im ersten Halbjahr 2025 ist dank kollektivvertraglicher Lohn- und Gehaltssteigerungen um rund 3,7 Prozent höher als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der aktuell wieder anziehenden Inflation entspricht das unterm Strich real einem Kaufkraftplus von 0,6 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024: 

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Es gibt auch regionale Unterschiede: Die in Steyr-Stadt arbeitenden männlichen Angestellten erhalten mit rund 5.600 Euro die höchsten Bruttoentgelte, Arbeiterinnen in Freistadt mit brutto 1.682 Euro die niedrigsten:

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Wirtschafts-, Sozial- und Gesell­schafts­politik

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