Steuern: Auch Reiche und Spekulanten sollen zahlen

Dank niedriger Steuern auf Gewinne, Vermögen und Spekulation leben die Superreichen in Österreich prächtig. Die Arbeiterkammer fordert, dass hier endlich Steuergerechtigkeit geschaffen wird. Vor allem sollten Vermögens- und Gewinnsteuern endlich auf europäisches Niveau gehoben werden.

Österreich ist Steuer­oase für Super­reiche

Nicht nur Liechtenstein oder andere Kleinstaaten sind die Steueroasen für (Super)Reiche und ihr großes Vermögen - auch Österreich gehört dazu. Arbeitnehmer/-innen sind die Leidtragenden der Ungerechtigkeiten des österreichischen Steuersystems.

Vermögens- und Gewinn­steuern

Vermögenssteuern

Im Vergleich der 36 OECD-Staaten nimmt Österreich bei den Einnahmen aus Vermögenssteuern den unrühmlichen vorletzten Platz ein. Nur 1,3 Prozent der gesamten Steuereinnahmen resultieren 2017 aus Vermögenssteuern. Der OECD-Schnitt macht mehr als 4-mal so viel aus, nämlich 5,7 Prozent. Selbst ein wirtschaftsliberales Land wie die USA bezieht beinahe das 10fache aus der Vermögensbesteuerung, rund 15,4 Prozent der Gesamtsteuerleistung.

Gewinnsteuern

Bei den Gewinnsteuern sieht es nicht viel anders aus. Hier belegt Österreich den siebtletzten Platz der 36 OECD-Staaten. 5,9 Prozent der österreichischen Steuereinnahmen stammen 2017 aus Gewinnen, der OECD-Durchschnitt ist mit 8,2 Prozent deutlich höher. Australien nimmt gar 16,5 Prozent seines Steuerhaushaltes aus Gewinnbesteuerung ein.

Forderungen der AK

  • Mehr Steuergerechtigkeit durch eine echte Steuerstrukturreform mit Erleichterungen für Arbeitnehmer/-innen

  • Faire Beiträge von Vermögenden und Großkonzernen
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