Väter­karenz bleibt leider weiter Aus­nahme, AK fordert bessere Rahmen­bedingungen

Noch immer beziehen in Oberösterreich 82 Prozent der Mütter ganz alleine Kinderbetreuungsgeld. Sie tragen somit weiterhin die Hauptlast der Kinderbetreuung. Nach einer "Kinderauszeit" ist allerdings die möglichst schnelle Rückkehr in den Beruf für einen gelungenen Wiedereinsteig immens wichtig - gerade in Hinblick auf Erwerbseinkommen und der davon abhängigen finanziellen Absicherung bei Arbeitslosigkeit oder Pension.

Klar ist: Je länger Väter ihre Erwerbstätigkeit für eine Kinderauszeit unterbrechen, umso größer ist die Chance, dass Mütter wieder in ihren Beruf einsteigen. 

Väter­karenz nützt den Frauen

Das aktuelle Wiedereinstiegs-Monitoring der AK hat das Verhalten der Eltern nach der Geburt eines Kindes erneut analysiert.

Wie der Langzeitvergleich zeigt, liegt die Dauer der Kinderauszeit bei den Frauen bei 2 Jahren. Bei den Männern betrug sie knapp 2 Monate. Eine höhere Bildung, ein höheres Einkommen, Arbeitsplatzsicherheit vor der Geburt des Kindes, kürzere Kinderbetreuungsmodelle und vor allem ein gut ausgebautes Angebot an Kinderbetreuungs-Plätzen sind zentrale Faktoren für einen gelungenen und raschen Wiedereinsteig der Mutter. Einen noch größeren Einfluss hat die partnerschaftliche Teilung der Kinderauszeit, wenn Väterkarenzen länger als 6 Monate dauern. 

  • Unternehmen sind aufgefordert, familienfreundliche Arbeitszeiten für beide Elternteile anzubieten und geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen.

  • Zusätzlich fordert die AK, dass der Papamonat als eigenständige Leistung in Anspruch genommen werden kann und nicht wie bisher vom Kinderbetreuungsgeld abgezogen wird.

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