Armut und Armuts­gefähr­dung be­kämpfen!

Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Trotzdem sind rund 1,529 Millionen Menschen bzw. 17 % der Bevölkerung armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Davon leben sogar 336.000 Menschen (OÖ: 24.000 Personen; +14.000 mehr im Vergleich zum Jahr 2022) in absoluter Armut. In Oberösterreich sind es immerhin rund 227.000 Personen, die von Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung betroffen sind. Die AK fordert Maßnahmen, um diese beschämende Zahl zu beseitigen 

Viele Kinder und Ju­gend­liche be­troffen

Die neuen Zahlen der Statistik Austria vom April 2025 zeigen, dass in Österreich die Gefahr, armutsgefährdet zu sein, nach wie vor hoch ist: 1.288.000 Menschen (das sind 14 Prozent der Gesamtbevölkerung) sind davon betroffen. In Oberösterreich sind immer noch erschreckend viele (193.000 oder rund 13 Prozent) mit Einkommensarmut konfrontiert

Auch 295.000 Kinder- und Jugendliche unter 18 Jahren lebten 2024 österreichweit in Haushalten mit Armutsgefährdung.

Diese Haushalte verfügen im Schnitt über ein Nettoeinkommen das gering ist, also unter rund 1.661 Euro (12-mal, netto) bei einem Einpersonenhaushalt.

Zur Bekämpfung von Armut und Armutsgefährdung braucht es aus Sicht der Arbeiterkammer eine gesamtstaatliche Offensive mit einem umfassenden Maßnahmenmix. 

Das fordert die Arbeiter­kammer:

  • Anhebung des Arbeitslosengeldes (Erhöhung der Nettozusatzrate auf mindestens 70 Prozent) und der Notstandshilfe.

  • Rasche Anhebung des Mindestlohns laut Kollektivvertrag auf 2.000 Euro brutto pro Monat bei Vollzeit.

  • Verbesserung der Sozialhilfe und Schaffung eines nachhaltigen Sozialstaats, der Investitionen für die Zukunft tätigt.

  • Mehr Förderung des sozialen Wohnbaus.

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