AK Kunstpreis

Zeitgenössisches Kunstschaffen wird ins Blickfeld gerückt.

Der AK-Kunst­preis

Seit dem Jahr 2000 vergibt die Arbeiterkammer den mit 2.000 Euro dotierten AK-Kunstpreis. Mit diesem Preis soll der Zusammenarbeit von AK und Kunstuniversität Linz Kontinuität verliehen werden. Der Kunstpreis wird für Diplom-/Masterarbeiten von Studierenden der Kunstuni Linz verliehen.

Intention des Preises ist es, Studierende zur künstlerischen Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und künftigen Arbeitswelten in ihren Diplom-/Masterarbeiten anzuregen.

Gleichzeitig ist es wichtiges Ziel, Ergebnisse zeitgenössischen Kunstschaffens in das Blickfeld von Arbeitnehmer/-innen zu rücken und damit auch zur Aufweichung oft hartnäckiger Ressentiments beizutragen.

Kunstpreis­trägerinnen 2020: 

Aimilia Liontou und Eveline Handlbauer

Kunstpreis 2020 © Chris Herzenberger, AKOOE
Eveline Handlbauer, Aimilia Liontou © Chris Herzenberger, AKOOE

Der Preis wird an Absolventinnen und Absolventen der Kunstuni Linz vergeben, die sich in ihren Diplom- oder Masterarbeiten mit der Arbeitswelt auseinandersetzen. „Die eingereichten Arbeiten bestätigen eindrucksvoll unser Anliegen, die künstlerische Beschäftigung mit dem Arbeitsalltag zu forcieren und zu honorieren“, sagte AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Arbeitswelten in der zeitgenössischen Kunst

Seit dem Jahr 2000 vergibt die Arbeiterkammer den Kunstpreis. Mit diesem Preis wird die Zusammenarbeit von AK und Kunstuniversität Linz unterstrichen. Ziel des Preises ist es, Studierende zur künstlerischen Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und künftigen Arbeitswelten in ihren Diplom-/Masterarbeiten anzuregen. Außerdem soll zeitgenössisches Kunstschaffen in das Blickfeld von Arbeitnehmer/-innen gerückt werden und damit auch zur Aufweichung von Ressentiments beitragen.

Die Preisträgerinnen

Die Künstlerin Aimilia Liontou, MAS bekommt den Kunstpreis für ihre Masterarbeit „ULTRAVEL“. Die 29-Jährige arbeitet und lebt in Athen und Linz. Aktuell ist sie Residency-Künstlerin im Atelierhaus Salzamt in Linz. Mit „ULTRAVEL“ hinterfragt sie die Zukunft des Tourismus in Zeiten von Covid-19 und Klimawandel. Was passiert, wenn Reisen in der uns bekannten Form nicht mehr möglich ist? Reiseerlebnisse können nicht durch neue Technologien ersetzt werden. Unvergesslich sind die Reisen vor allem durch die Menschen, die man kennenlernt. Und viele Arbeitsplätze werden aus dem Tourismus generiert.

In einem Pop-up-Reisebüro bietet die Künstlerin eine virtuelle Reise an. Die Menschen reisen nicht als Avatar in andere Länder, sondern sie suchen sich eine/-n Reiseführer/-in vor Ort aus, mit dem/der man eine Stadt/ein Gebiet gemeinsam erkundet. Die Reise-App stellt die Menschen und nicht die Sehenswürdigkeit in den Vorder­grund.

Betonskulpturen als emotionale Auf­zeichnung

Die Künstlerin Mag.a Eveline Handlbauer, MAS erhält den AK-Kunstpreis für ihre Masterarbeit „it´s better to get off quickly“. Die Linzerin war schon an mehreren Ausstellungen in Linz beteiligt – etwa im OK, im Salzamt oder im K2. Ihre eingereichten Skulpturen versteht sie als emotionale Aufzeichnung einer gebauten, material­basierten Welt.

Mag.a Eveline Handlbauer, MAS, Vizerektor Kunstuni Univ.-Prof. Dipl.des Frank Louis, Aimilia Liontou, MAS, AK-Direktor. Dr. Josef Moser, MBA  © Chris Herzenberger, AKOOE
Mag.a Eveline Handlbauer, MAS, Vizerektor Kunstuni Univ.-Prof. Dipl.des Frank Louis, Aimilia Liontou, MAS, AK-Direktor. Dr. Josef Moser, MBA © Chris Herzenberger, AKOOE

Insbesondere der von ihr verwendete Werkstoff Beton vermittelt Stabilität und Sicherheit. Dass dem nicht so ist, zeigt die Künstlerin sehr anschaulich an ihren Objekten, denen immer ein Verwendungs­zweck innewohnt. Die Festigkeit und Stabilität ihrer Betonskulpturen sind jedoch nur äußerlich. Die scheinbar robusten Objekte sind äußerst fragil und zerbrechlich. Übertragen auf unsere Gesellschaft bringen Machtverhältnisse, Fake-News oder Weltverschwörungstheorien unsere gesicherte Welt, insbesondere in Krisenzeiten, schnell ins Wanken.


Die Kunstpreis­träger der letzten Jahre

2019 Christel Kiesel (2,6 MB)
2018 Mag.a Judith Gattermayr (0,3 MB)
2017 Maria Bichler, MA (0,3 MB)
2016 Im Jahr 2016 wurde der AK-Kunstpreis NICHT vergeben
2015  MMag.a Katharina Gruzei (0,2 MB)
2014 Barbara Schmid, MA und Mag. Thomas Kluckner (0,2 MB)
2013 Mag. Jochen Zeirzer (0,3 MB)
2012 Mag.a Agnes Miesenberger (0,2 MB)
2011 Eva Daxl, Master of Art (0,2 MB) 
2010 Doris Musikar, BSc MA (0,3 MB)
2009 Wolfgang Bretter (0,1 MB)
2008 Mag.a Eva Marschik und Mag. Sinisa Vidovic (0,1 MB) 
2007 Ingrid Gaier (0,1 MB) 
2006  Pia Schauenburg und Irina Konecny (0,1 MB) 
2005 Heike Nösslböck und Claudia Gasser (0,1 MB) 
2004 Wolfgang Hauer (0,1 MB)
2003 Veronika Müller und Gabriele Heidecker (0,1 MB)
2002  Tina Auer und Martin Honzik (0,1 MB)
2001 Rudolf Pointinger (0,1 MB) 
2000 Almut Schindler (0,1 MB)

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