Komplizierter Rechenweg, viele Hürden: AK zeigt einfachen Weg, Wohnbeihilfe in OÖ zu berechnen
Die Wohnbeihilfe soll Menschen mit niedrigem Einkommen leistbares Wohnen ermöglichen. Hürden bei der Antragstellung verhindern jedoch, dass Menschen die nötige Unterstützung bekommen. Eine davon ist, einen möglichen Anspruch auf Wohnbeihilfe nicht vorab berechnen zu können. Das führt dazu, dass Menschen eine ihnen zustehende Unterstützung nicht abholen.
Die AK Oberösterreich hat nun eine einfache Möglichkeit entwickelt, den Anspruch zu berechnen. Die Anleitung stellt sie hier bereit: ooe.arbeiterkammer.at/wohnbeihilfeberechnen
Die Wohnbeihilfe unterstützt Menschen mit niedrigen Einkommen bei der Miete. Sie ist ein direkter Zuschuss des Landes Oberösterreich. Damit soll Wohnen leistbar bleiben. Dazu gibt es jedoch viele Bedingungen und die Berechnung ist kompliziert. Seit Jahren fordert die AK eine benutzerfreundliche Möglichkeit, die Wohnbeihilfe digital vorauszuberechnen und beantragen zu können. Das ist in Oberösterreich aktuell nicht möglich.
Prompt für den Sozialratgeber Chatbot
Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat nun einen Prompt für den Sozialratgeber Chatbot des Landes Oberösterreich (sozialratgeber.ooe.gv.at) entwickelt. Ein Prompt ist eine Anweisung oder Frage, die man einer künstlichen Intelligenz (KI) gibt, um sie zu einer bestimmten Aufgabe oder Antwort zu bewegen.
Alle Informationen und den Prompt können AK-Mitglieder auf ooe.arbeiterkammer.at/wohnbeihilfeberechnen abrufen. Wichtig: Die Angaben der KI sind eine erste Schätzung. Die tatsächliche Höhe der Wohnbeihilfe wird ausschließlich von der zuständigen Behörde (Amt der Oö. Landesregierung) geprüft und festgestellt.
Herausfinden, ob Unterstützung möglich ist
Die Wohnbeihilfe ist ein wichtiges Instrument, um die Folgen der Teuerung für Menschen mit niedrigem Einkommen abzufedern. Seit dem Jahr 2013 ist die Zahl der Wohnbeihilfe-Beziehenden jedoch um 29 Prozent von 32.542 auf 23.017 im Jahr 2024 gesunken. Zahlen des AK Wohnzufriedenheitsindex zeigen zudem, dass gut vier von zehn Befragten mit der Verständlichkeit der Regeln für die Wohnbeihilfe unzufrieden sind. „Hürden bei der Antragsstellung für die Wohnbeihilfe und die fehlende Möglichkeit diese digital vorauszuberechnen und zu beantragen, verhindern, dass Menschen die notwendige Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Wir zeigen auf, wie zumindest eine erste Schätzung digital abgerufen werden kann“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.Jetzt kostenlosen AK Newsletter abonnieren!
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