Präsident Stangl: „AK-Befragung zeigt, dass Zufriedenheit mit den oberösterreichischen Spitälern äußerst gering ist“
Nur mehr 40 Prozent der befragten AK OÖ-Mitglieder sind mit den Spitälern in unserem Bundesland zufrieden, 23 Prozent können den Krankenhäusern gar nichts Positives mehr abgewinnen. „Besonders groß ist die Unzufriedenheit bei jenen Menschen, die das Gesundheitssystem am meisten benötigen oder über geringe finanzielle Mittel verfügen“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl und fordert die Landespolitik auf zu handeln.38 Prozent jener Personen, deren Einkommen nicht ausreicht, sind mit den Spitälern unzufrieden. Im Vergleich dazu liegt die Unzufriedenheit bei den Menschen, die sehr gut von ihrem Einkommen leben können, bei 14 Prozent. „Das legt nahe, dass Wartezeiten und medizinische Versorgung vom Einkommen abhängen und nicht alle Menschen gleich behandelt werden“, ärgert sich AK-Präsident Stangl.
Große Unzufriedenheit zeigt sich auch bei Menschen mit chronischen Erkrankungen: 29 Prozent sind mit den Spitälern unzufrieden. Das sind deutlich mehr als bei Patient:innen ohne chronische Beschwerden, wo dieser Anteil bei 19 Prozent liegt. 37 Prozent der im Auftrag der AK OÖ vom IFES-Institut Befragten haben eine dauerhafte Krankheit oder ein chronisches Gesundheitsproblem. Bei 17 Prozent davon ist deshalb eine regelmäßige Behandlung notwendig. Besonders betroffen von chronischen Erkrankungen sind Personen, deren Einkommen nicht ausreicht (55 Prozent).
Wartezeiten sind ein zentrales Problem: Rund die Hälfte der Befragten (55 Prozent) fühlt sich von langen Wartezeiten in der Krankenhaus-Ambulanz betroffen. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent), die in den letzten beiden Jahren einen OP-Termin hatten, haben länger als 3 Monate auf diesen gewartet.
AK-Forderungen
- Es braucht eine gerechte, qualitative Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Oberösterreich.
- Wartezeiten auf Leistungen der öffentlichen Gesundheitsversorgung müssen in allen Bereichen drastisch reduziert werden. Es braucht vor allem eine faire und transparente Terminvergabe bei geplanten Operationen.
- Bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Pflegebereich müssen geschaffen werden. Dazu gehören gesunde Arbeitszeit-Modelle, ausreichend Kolleg:innen in allen Bereichen und verlässliche Dienstpläne.
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