Neues Jahr, neues Glück mit weniger Gewicht: AK Oberösterreich rät zu realistischen Zielen statt radikaler Kuren
Der Jahreswechsel bringt für viele Menschen frische Motivation – und damit auch den Wunsch, überflüssige Kilos loszuwerden. Kaum ein Vorsatz steht so zuverlässig ganz oben auf der Liste wie „Abnehmen“. Gleichzeitig boomen Diäten, Detox-Kuren und angebliche Wundermittel jedes Jahr aufs Neue. Doch auch 2026 gilt: Wer sein Gewicht langfristig reduzieren möchte, braucht keine radikale Diät, sondern ein alltagstaugliches Konzept aus ausgewogener Ernährung und mehr Bewegung.
Hungerphasen führen zu Heißhunger
Crash-Diäten, strenge Pläne oder einseitige Lebensmittel lassen die Kilos kurzfristig purzeln, belasten aber den Körper. Hungerphasen führen zu Heißhunger, der Stoffwechsel drosselt sich und nach der Diät schlägt der Jojo-Effekt zu. Viele Methoden sind im Alltag kaum durchzuhalten, weil sie mit Verboten und starken Einschränkungen verbunden sind. So ist es wenig überraschend, dass vermeintliche Wunder-Diäten langfristig zum Scheitern verurteilt sind.
Moderates Kaloriendefizit
Für eine dauerhafte Gewichtsabnahme zählt die Kalorienbilanz. Nur wer regelmäßig etwas weniger Energie aufnimmt als sie oder er verbraucht, nimmt ab. Sinnvoll ist dabei ein moderates Kaloriendefizit, das ohne übermäßigen Verzicht auskommt. Hilfreich kann es sein, den eigenen Bedarf zu kennen und Portionsgrößen bewusster wahrzunehmen, ohne sich zu sehr aufs Zählen zu versteifen. Gleichzeitig können Kalorien-Tracker-Apps oder der gratis Online-Kalorien-Rechner der AK Oberösterreich eine Orientierungshilfe bieten.
Vorsicht bei Wundermitteln
Abnehmen ist oft anstrengend und mühsam. Viele greifen deshalb zu Schlankheitspillen oder Diätmitteln, um vermeintlich schneller und einfacher ans Gewichtsziel zu kommen. Doch allein durch Sättigungskapseln, Fatburner oder Kohlehydratblocker wird man nicht dünner. Vor allem Produkte von fragwürdigen Internetanbietern, die mit übertriebenen, unrealistischen Wirkversprechen oder extremen Vorher-Nachher-Bildern werben, bringen am Ende meist nichts – außer hohe Kosten. So manches Produkt aus dem Netz kann sogar gefährlich sein.
Eiweiß allein macht nicht schlank
Dank geschicktem Marketing denken viele beim Abnehmen auch an Eiweißprodukte wie Shakes oder Riegel. Ob eine höhere Proteinzufuhr das Körpergewicht wirklich beeinflusst, ist bislang nicht eindeutig belegt. Sicher ist nur: Eiweiß allein macht nicht schlank. Der Bedarf wird in der Regel durch eine normale Mischkost gedeckt. Industrielle Protein-Produkte wie Riegel oder Pulver sind in der Regel nicht nötig. Sie sind stark verarbeitet, teuer und oft alles andere als gesund. Besonders beim Backen mit Eiweißpulvern lohnt sich ein Blick auf das Zutatenverzeichnis: Produkte, die den Süßstoff Sucralose enthalten, sind zum Erhitzen nicht empfehlenswert, da sich dieser bei hohen Temperaturen zersetzen kann. Dabei können sich potenziell gesundheitsschädliche Substanzen bilden.
Abnehmen mit Köpfchen
Wer langfristig Erfolg beim Abnehmen haben möchte, setzt am besten auf ausgewogene, wenig verarbeitete Lebensmittel und Ernährungsformen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen – etwa mediterrane oder nordische Kost mit viel Gemüse, Vollkorn und wenig rotem Fleisch. In Kombination mit regelmäßiger Bewegung entsteht eine stabile, gesunde Gewichtsabnahme ganz ohne radikale Maßnahmen. Wer sich umfassender zum Thema Gewichtsmanagement informieren möchte, findet unter Ernährung | Arbeiterkammer Oberösterreich ausführliche Informationen.
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