03.04.2026

Kinder­zahnpasten im KONSUMENT-Test: Die günstigsten Produkte schneiden am besten ab

Ein Kindergebiss braucht Pflege von Anfang an und dafür gibt es spezielle Kinderzahnpasten. Das Testmagazin KONSUMENT hat 16 Kinderzahnpasten untersucht, der Ergebnis überrascht: Die günstigsten Produkte sind die Besten. 2 Eigenmarken teilen sich den Testsieg und sind gleichzeitig Preis-Leistungssieger. 5 Zahnpasten fallen durch, weil sie kein oder zu wenig Fluorid enthalten. 

Die Testsieger gibt’s um 89 Cent pro 100 Milliliter 

Testsieger sind 2 günstige Eigenmarken: Dentalux von Lidl und Dentofit Kids von Hofer. Beide schneiden in allen Prüfpunkten sehr gut ab und gehören mit 89 Cent pro 100 Milliliter zu den preiswertesten Produkten im Test.  

Fluorid muss sein 

Fluorid ist der einzige bewiesene Inhaltsstoff, der Karies verhindern kann. Das ist wissenschaftlich gut belegt – und gilt ausdrücklich auch für Milchzähne, deren Zahnschmelz besonders dünn ist. Für Kinderzahnpasten wird ein Fluoridgehalt von 1.000 ppm (parts per million, also Teile pro eine Million) empfohlen. Das heißt, ein Tausendstel der Zahnpasta sollte Fluorid sein. Doch genau daran scheitern einige Produkte. 5 getestete Zahnpasten enthalten entweder gar kein Fluorid oder deutlich zu wenig. Stattdessen setzen sie auf Hydroxylapatit, Xylit, Sorbit oder Kalziumlactat. Das Problem dabei ist, dass nachweislich keiner dieser Stoffe Fluorid gleichwertig ersetzen kann. 

Richtige Dosierung entscheidend 

Neben dem Fluoridgehalt ist die richtige Dosierung entscheidend. Für Kinder bis zum 2. Geburtstag wird eine reiskorngroße Menge empfohlen, von 2 bis 6 Jahren eine erbsengroße Menge. Eine zu große Menge kann hauptsächlich in den ersten beiden Lebensjahren zu einer Dentalfluorose führen. Dabei entstehen weiße Flecken auf den bleibenden Zähnen.  

Wichtig: Wird fluoridhaltige Zahnpasta verwendet, sollen keine zusätzlichen Fluoridtabletten gegeben werden. 

Die Tube gehört nicht in Kinderhände 

Auch die Handhabung der Tuben wurde bewertet. Kleine Tubenöffnungen erleichtern die Dosierung. Besonders gut schnitten hier Dentalux, Dentofit Kids und Mirafluor ab. Große Öffnungen, etwa bei Happybrush, Odol-med3, Sensodyne oder Weleda, erschweren die Dosierung und führten zu Abzügen. Und ganz wichtig: Dosieren gehört in Erwachsenenhände, die Tube nicht in Kinderhände. 

Nicht alle Zahnpasten sind nachhaltig 

Bei den Umweltkriterien zeigt sich, dass 6 der 16 Zahnpasten umweltkritische Stoffe enthalten. Nenedent setzt den Komplexbildner EDTA ein, der das Trinkwasser belasten kann. Elmex verwendet Hydroxyethylcellulose, die schlecht abbaubar ist. 4 weitere Produkte enthalten umweltkritische Farbstoffe in sehr geringer Konzentration. Titandioxid wurde in keinem der getesteten Produkte gefunden. 

Tipps zum Zähneputzen 

Für die Zahnpflege wird 2 Mal tägliches Putzen empfohlen, nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen. Kinder können ab etwa 2 Jahren selbst mitputzen, Erwachsene sollen jedoch bis zum Alter von 8 bis 10 Jahren nachputzen. Entscheidend ist, dass alle Zahnflächen gereinigt werden. Altersgerechte Zahnbürsten mit kleinem Kopf und weichen Borsten werden empfohlen. Elektrische Kinderzahnbürsten können die Motivation erhöhen.

Testergebnis


Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den Infogram-Service zu laden!


Ein Kindergebiss braucht Pflege von Anfang an und dafür gibt es spezielle Kinderzahnpasten.

Jetzt kostenlosen AK Newsletter abonnieren!

Wir informieren Sie gerne regelmäßig über Aktuelles zum Thema Konsument. 

Kontakt

Kontakt

Arbeiterkammer OÖ
Content Team
Volksgartenstraße 40
4020 Linz

TEL:      +43 50 6906 2182
E-MAIL: kommunikation@akooe.at

Folgen Sie uns auf Bluesky
Liken Sie uns auf Facebook