12.10.2023

AK-Kinder­betreuungs­atlas: Situation im Bezirk Gmunden hat sich deutlich ver­bessert, 5 neue Gemeinden mit 1A-Angebot

Das Bildungs- und Betreuungsangebot in Krabbelstuben, Kindergärten und Horten hat sich für berufstätige Eltern gegenüber dem Vorjahr in Oberösterreich kaum verbessert – vor allem im ländlichen Raum. Das zeigt die aktuelle IFES-Erhebung im Auftrag der AK Oberösterreich. Im Bezirk Gmunden hat sich die Zahl jener Gemeinden, die vollzeittaugliche Kinderbildungs- und -betreuungsplätze anbieten, im Vergleich zum Vorjahr von 3 auf 7 gesteigert. In der Gesamt-Kategorie sind 5 Gemeinden in die Kategorie 1A aufgestiegen (Ebensee, Laakirchen, Ohlsdorf, Pinsdorf und St. Wolfgang). 

Kinder­garten, Hort und Krabbel­stube

Mit ihrem Kinderbetreuungsatlas bietet die Arbeiterkammer Oberösterreich einen umfassenden Überblick über das Angebot an Kinderbildung und -betreuung in Oberösterreichs Kindergärten, Krabbelstuben und der Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder, wie zum Beispiel im Hort. Im Auftrag der AK hat das Institut für empirische Sozialforschung (IFES) die entsprechenden Daten erhoben und ausgewertet. 4 Kriterien sind für die Gesamt-Kategorienbildung besonders wichtig, um Eltern eine Vollzeitarbeit zu ermöglichen: der Umfang der täglichen Öffnungszeiten, das Angebot eines Mittagessens, die Sommerbetreuung und die Summe der Schließzeiten im Laufe eines Arbeitsjahres in Krabbelstuben, Kindergärten und in der Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder. Zudem wurde das Angebot nach drei Altersgruppen (Unter-Dreijährige, Drei- bis Sechsjährige, Volksschulkinder) aufgeschlüsselt. Gemeinden konnten somit maximal 12 Kriterien erfüllen.

Bezirk Gmunden mit 5 neuen 1A-Gemeinden

Gemeinden, die mindestens 11 der 12 definierten Kriterien erfüllen, werden in der Gesamtkategorie als 1A-Gemeinde eingestuft. Mehr als ein Drittel aller Gemeinden im Bezirk Gmunden erfüllt dieses Top-Angebot. Die höchste Einstufung haben im Bezirk Gmunden heuer folgende 7 Gemeinden erreicht: Bad Ischl, Ebensee, Laakirchen, Ohlsdorf, Pinsdorf, Scharnstein und St. Wolfgang.

Der Bezirk liegt damit weit über dem Oberösterreich-Durchschnitt von 18,7 Prozent. Grünau im Almtal hat gegenüber dem Vorjahr den 1A-Status verloren. In der Gemeinde wird zwar jetzt auch ein Mittagessen für Volksschulkinder angeboten, aber die Schließzeiten in den Ferien und über das gesamte Arbeitsjahr haben sich verlängert, sodass die Gemeinde in Summe auf C abgerutscht ist. 

6 der 20 Gemeinden im Bezirk Gmunden fallen heuer in die Kategorie A (2022: 4). 3 Gemeinden wurden als B-Gemeinde eingestuft, 2 (2022: 3) als C- und 1 als D-Gemeinde (2022: 2). Erfreulich ist, dass es im Bezirk Gmunden keine Gemeinde gibt, die weniger als 3 der 12 möglichen Kriterien erfüllt und damit in die niedrigste Kategorie E eingestuft werden musste.

Ver­besserungen beim Betreuungs­angebot für Unter-Drei­jährige

Der Kinderbetreuungsatlas schlüsselt das Angebot auch nach den einzelnen Alterskategorien auf. Wie im Vorjahr ist Bad Ischl die einzige Bezirksgemeinde, die für Unter-Dreijährige ein vollzeittaugliches Betreuungsangebot anbietet. 

Erfreulich ist, dass die Zahl der A-Gemeinden von 3 auf 9 angestiegen ist. 6 Gemeinden erfüllten die Kriterien für die Kategorie C (2022: 13). 3 Gemeinden (2022: 2) erfüllten nur eines oder überhaupt keines der geforderten Kriterien und mussten in dieser Altersgruppe in die Kategorie E eingestuft werden: Hallstatt, Obertraun und Roitham.

Drei- bis Sechs­jährige: 6 Gemeinden sind top

Deutlich besser schaut es bei der Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen aus: Mit 6 Gemeinden erfüllen überdurchschnittlich viele die 1A-Kriterien. Das sind 3 mehr als im Vorjahr. Überdurchschnittlich viele Gemeinden – rund 45 Prozent – finden sich auch in der Kategorie A (OÖ-Schnitt: 20,1 Prozent) wieder. Somit verfügt Dreiviertel der Gemeinden im Bezirk Gmunden bei den Drei- bis Sechsjährigen über ein Top-Betreuungsangebot. 

Gutes Angebot für VS-Kinder

Auch bei der Betreuung der Volksschulkinder zeigen sich Verbesserungen. Die Zahl der A-Gemeinden ist um 4 auf 9 angestiegen. Ihr Anteil beträgt überdurchschnittliche 45,0 Prozent (OÖ: 22,2 Prozent). 4 Gemeinden sind der Kategorie B zuzuordnen und 6 gehören der Kategorie C an. Keine Gemeinde ist bei den Volksschüler:innen in niedrigsten Kategorien D und E einzureihen. 

Als einzige Gemeinde im Bezirk hat St. Konrad die Datenweitergabe verweigert.

Neuer AK-Betreuungs­bonus unter­stützt Eltern mit 150 Euro pro Kind

Übrigens: Mitglieder der AK Oberösterreich, deren Kind eine kostenpflichtige Kinderbetreuung in der Krabbelstube, im Kindergarten oder bei Tageseltern in Anspruch nehmen, können den neuen AK-Betreuungsbonus in Höhe von einmalig 150 Euro beantragen. Der Antrag kann online unter ooe.arbeiterkammer.at/betreuungsbonus gestellt werden.

Antragsstellungen sind bis 30. Juni 2024 für Betreuungs­kosten möglich, die zwischen September 2023 und Ende Juni 2024 angefallen sind beziehungsweise anfallen.

Bild zum Download

Kinderbetreuungsatlas 2023
AK-Präsident Andreas Stangl und Erika Rippatha, DHEPS, Leiterin der Stabsstelle Frauen- und Gleichstellungspolitik der AK OÖ präsentieren den neuen Kinderbetreuungsatlas © Wolfgang Spitzbart, AKOÖ


Top-An­gebote gibt es nur mehr in Ebers­tal­zell und der Stadt Wels. Marchtrenk ist hin­gegen zurück­ge­fallen. 

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