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Chef führt Firma in Konkurs, Angestellter zahlt beinahe drauf

Älterer Arbeitnehmer sitzt im Büro vor Computer © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Mehr als 30 Jahre lang war Thomas E. (Name von der Redaktion geändert) in einer kleinen Firma beschäftigt, die statische Berechnungen durchführte. Auf seinen Arbeitgeber konnte er sich immer verlassen. Das änderte sich schlagartig, als sein Chef die Firma altersbedingt an einen jüngeren Nachfolger verkaufte.

Der neue Chef wollte eine andere Geschäftsidee verwirklichen und verfolgte die ursprünglichen Aufgaben der Firma nur halbherzig. In der Folge wurden die Aufträge immer weniger. Damit verschlechterten sich auch die Arbeitsbedingungen für Thomas E. stetig. Er bekam sein Gehalt nur mehr in unregelmäßigen Abständen ausgezahlt. Manchmal erhielt er nur einen kleinen Teil davon, manchmal auch gar nichts. 

In kniffliger Frage bei AK nachgefragt

Thomas E. wandte sich an den Insolvenzrechtsschutz der AK und erkundigte sich, ob ausstehende Gehälter verfallen. „Bei einem aufrechten Dienstverhältnis nach 3 Jahren“, lautete die Antwort unserer Rechtsexperten/-innen.

Das Problem: Die Firma von Thomas E. hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Insolvenz angemeldet. Somit verkürzte sich die Frist auf 6 Monate. Thomas E. geriet unter Zeitdruck, denn er wartete im Dezember noch immer vergebens auf sein Juni-Gehalt.

Arbeiterkammer geht vor Gericht

Abermals wandte er sich an die AK in der Hoffnung, dass ihm der Insolvenzrechtsschutz zu seinen ausstehenden Gehältern verhelfen kann – und der konnte! Die AK-Experten machten seine ausstehenden Gehälter vom Insolvenzentgeltfonds geltend und erkämpften für ihn eine Abfertigung in der Höhe von 12 Monatsgehältern und eine Kündigungsentschädigung. Dank der AK bekam er mehr als 160.000 Euro.

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