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Keine Pension trotz jahrelanger Arbeit

Arbeiterin an einem Fließband in der Lebensmittelindustrie © -, stock.adobe.com

Marianne K. (Name von der Redaktion geändert) wurde 1955 geboren. Sie hatte schon früh zu arbeiten begonnen - als Hilfsarbeiterin in verschiedenen Firmen. Bis die Kinder kamen. 

Das war im Jahr 1983. Dann hörte sie zu arbeiten auf, um sich ganz der Familie zu widmen. So wie viele Frauen damals. Als die Kinder „aus dem Gröbsten raus waren“, begann sie als geringfügig Beschäftigte wieder zu arbeiten.

Gesetz ist Gesetz

Im Sommer 2016 ging Marianne K. zur Pensionsversicherungsanstalt. Sie wollte sich wegen ihrer Pension erkundigen. Immerhin war sie gerade 60 geworden. Die Auskunft war ernüchternd: Man sagte ihr, sie habe noch zu wenige Zeiten beisammen. Von Pension könne noch lange keine Rede sein, es würden insgesamt 84 Versicherungsmonate fehlen. Frau K. wollte das nicht so recht glauben und ging zur Arbeiterkammer. Dort musste die Beraterin den Bescheid der PVA bestätigen. Sie hatte wirklich zu wenige Erwerbsjahre beisammen. Gesetz ist eben Gesetz.

Happy End nach Änderung des Gesetzes

Das Thema Pension war für Marianne K. damit vorerst abgehakt. Bis der Anruf kam. Das war fast ein Jahr später. Am Apparat: Die Beraterin von der Arbeiterkammer, die den negativen Pensionsbescheid von Frau K. damals kontrolliert hatte. „Es hat eine Gesetzesänderung gegeben. Frau K., Sie können nun doch in Pension gehen“, so die AK-Juristin am Telefon.

Sie sind nach 1955 geboren?

Zu Beginn des Jahres 2017 waren einige gesetzliche Änderungen in Kraft getreten. Darunter auch eine, die sich unmittelbar auf Frau K. auswirkte: Für Jahrgänge ab 1955 galten nun auch alle Versicherungszeiten, die vor dem Jahr 2005 erworben wurden, für die Pension. Die Beraterin von der Arbeiterkammer hat sich an Frau K. erinnert und sie sofort angerufen: Alle Monate, die sie vor der Geburt ihrer Kinder gearbeitet hatte, wurden ihr nun angerechnet. Damit fehlten ihr anstatt 84 Monate nur mehr 4 Monate zur Pension. Sie kaufte die 4 Monate nach und stellte erneut einen Pensionsantrag, dem prompt stattgegeben wurde.


Frau K. kann nun zuhause bleiben und bekommt monatlich 300 Euro Pension. Sie ist froh, dass sie nun ihre Freizeit gemeinsam mit ihrem Mann, der mittlerweile ebenfalls in Pension ist, und mit ihren 3 Enkelkindern verbringen kann.

Versicherungszeiten

Für bis 1955 Geborene gelten gilt das alte Pensionssystem: Woraus entsteht der Pensionsanspruch? Was sind Beitragszeiten, was gilt als Ersatzzeit?

Unsere Pensionen

Was Sie über unser Pensionssystem wissen sollten.

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