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Unternehmen wollte Überstunden nicht zahlen

Ältere Metallarbeiterin im Betrieb © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Seit Beginn ihrer Berufskarriere brauchte Sieglinde R. (Name von der Redaktion geändert) immer wieder die Hilfe der AK. In ihrer Lehre zur Einzelhandelskauffrau bekam sie eine zu geringe Lehrlingsentschädigung. Die AK erreichte eine Nachzahlung. 

 

Alleinerzieherin, fleissig und vielseitig

Nach ihrer Lehre im Gastgewerbe jobbte sie in einem Saisonbetrieb, bis sie im Alter von 21 Jahren eine Tochter bekam. Weil Frau R. ihre Tochter als Alleinverdienerin durchbringen musste, arbeitete sie stets hart und viel. Zuerst als Staplerfahrerin und in der Warenkommission, dann als Marktleiterin bei einer Supermarkt-Kette. 70-Stunden-Wochen waren dort eher die Regel als die Ausnahme, doch Überstunden bekam sie nie bezahlt. 

Mit dem Alter kommen Krankheiten

Als Frau R. 49 Jahre alt war, erlitt sie einen doppelten Bandscheibenvorfall. Ihren Job als Marktleiterin konnte sie nicht weitermachen. Ihr Chef wollte sie zu einer Kündigung drängen. Der Grund: Frau R. war noch im alten Abfertigungssystem, bei einer Kündigung durch Frau R. hätte sich die Firma die Auszahlung der Abfertigung erspart. Wieder wandte sich Frau R. an die AK. Wieder mit Erfolg: Mit der Firma wurde eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses vereinbart, Frau R. bekam die Abfertigung ausbezahlt. 

Zuerst Marktleiterin, jetzt Zeitarbeiterin

Sieglinde R. fand einen neuen Job bei einer Leasingfirma. Von dieser wurde sie in einen Metallindustriebetrieb überlassen. Dort arbeitet sie seit 5 Jahren und das 6 Tage pro Woche, von Sonntagnacht bis Samstag. Von Anfang an fielen dabei viele Überstunden an. Und von Anfang an bekam Frau R. weder Zuschläge für diese, noch für Sonn- und Feiertagsarbeit. Immer wieder forderte sie bei ihrem Arbeitgeber die Auszahlung ein, immer ohne Erfolg.

AK half

Erst, als sich die AK der Sache annahm, bewegte sich etwas. Frau R. bekam die Zuschläge bezahlt: Rund 8.600 Euro für 3 Jahre. Ältere Anspruche waren aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen leider verfallen.

Arbeiterkammer hilft 

Die Monatsabrechnungen der vergangenen 2 Monate stimmten schon wieder nicht. Die AK ist aktuell dabei, auch diese offenen Zahlungen für Frau R. einzutreiben. „Mir ist so viel Unrecht widerfahren in meinem Arbeitsleben. Als Leasingarbeiterin bist du ein Mensch zweiter Klasse. Ich wüsste gar nicht, an wen ich mich wenden sollte, wenn es die AK nicht gäbe. Wir Arbeitnehmer brauchen die AK ganz dringend!“, sagt sie.

Dein Recht auf eine faire Bezahlung

Ständig Überstunden machen und das gratis? Sicher nicht! Wir setzen uns dafür ein, dass du bekommst, was dir zusteht.

Überstunden

Das Einmaleins der Überstunden: Wie viele sind erlaubt? Dürfen Sie auch einmal Nein sagen? Wie viel Geld steht Ihnen zu? Was gilt beim Zeitausgleich?

A-typisch und prekär

Immer mehr Arbeitsverhältnisse entsprechen nicht mehr dem "typischen"Verhältnis. Die AK bietet auf jeden Fall Hilfe und Beratung.

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