Hilfsarbeiter monatelang unterbezahlt - AK verhalf ihm zu 4.800 Euro Nachzahlung

Ein Arbeitnehmer aus Linz war bei einer Leiharbeitsfirma beschäftigt. 3 Monate lang bekam er zu wenig Lohn, keine Überstunden und keine Diäten ausbezahlt. Er wandte sich an die Arbeiterkammer. Diese verhalf ihm zu all seinen ausstehenden Geldansprüchen - in Summe 4.805 Euro.

Arbeitgeber hält sich nicht an Kollektivvertrag

Der Hilfsarbeiter machte seinen Arbeitgeber mehrmals darauf aufmerksam, dass ihm laut Kollektivvertrag mehr Lohn zustehen würde. Auch die gesetzlich festgelegte Auszahlung der Diäten und Überstunden hatte der Chef einfach ignoriert. Nach 3 Monaten reichte es dem Mann. Er beendete sein Arbeitsverhältnis mittels eines „berechtigten vorzeitigen Austritts wegen Entgeltvorenthaltung“ und wandte sich an die Arbeiterkammer. 

AK-Klage bringt Arbeitnehmer mehr als 4.800 Euro 

Die AK-Rechtsexperten intervenierten zunächst schriftlich: Sie forderten den Arbeitgeber auf, die Differenz beim Lohn, alle geleisteten Überstunden, die ausstehenden Diäten sowie die Beendigungsansprüche und die Kündigungsentschädigung zu zahlen. Der Arbeitgeber reagierte auch darauf nicht. Daraufhin brachte die AK Klage ein. Da die Firma inzwischen Konkurs angemeldet hatte, musste der Insolvenzentgeltfonds einspringen: Der Mann bekam nach 7 Monaten endlich alle ausstehenden Ansprüche in der Höhe von 4.805 Euro ausbezahlt. 

Mit starken Betriebsräten gegen Ausbeutung

„In der Leiharbeitsbranche gibt es leider besonders viele Verstöße gegen das Arbeitsrecht. Den besten Schutz für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bieten starke Betriebsräte. Die Einrichtung von Betriebsräten in Leiharbeitsfirmen muss daher forciert und ihre Position in der Leiharbeitsfirma gestärkt werden“, erklärt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. 

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