Arbeitgeber drückte sich vor Zahlung der Abfertigung - AK erkämpfte 9000 Euro für Handelsangestellte

Tagtäglich müssen sich in Oberösterreich Beschäftigte mit ihren Arbeitgebern um gebührende Ansprüche raufen. Wohlgemerkt: Es geht dabei nicht um maßlose oder überzogene Forderungen, sondern lediglich um das, was vertraglich vereinbart wurde oder gesetzlich zusteht. Fast 8 Monate wurde eine Handelsangestellte aus dem Bezirk Rohrbach von ihrem ehemaligen Chef bei der Abfertigung von fast 9000 Euro hingehalten - bis es ihr nach mehreren nicht eingehaltenen Zahlungsversprechen zu dumm wurde und sie die AK einschaltete. Mit deren Hilfe bekam sie schließlich ihr Geld.

Abfertigung alt war 9000 Euro wert

Die Rohrbacherin arbeitete jahrelang in einem Linzer Betrieb, trat aber aufgrund einer Schwangerschaft vorzeitig berechtigt aus dem Dienstverhältnis aus. In diesem Fall stand der Frau – das Arbeitsverhältnis fiel noch in die alte Abfertigungsregelung - eine Abfertigung zu und überdies der Ersatz des nicht konsumierten Urlaubs. Gesamtsumme: fast 9000 Euro.

Unternehmen vertröstete Frau monatelang

Nach dem Austritt machte die Frau mehrmals mündlich und schriftlich die Zahlung geltend. Monatelang wurde sie vertröstet. Nach knapp acht Monaten des Hinhaltens wurde es ihr aber zu dumm und sie ging zur Arbeiterkammer. Die AK fordert den ehemaligen Arbeitgeber ebenfalls auf, zu zahlen und brachte - da dieser nicht regierte - eine Mahnklage beim Gericht ein. Mit Erfolg: Das Gericht verurteilte die Firma zur Nachzahlung des offenen Betrages - und zur Übernahme der Verfahrenskosten.

„Auch dieser Fall zeigt wieder einmal ganz deutlich die Wichtigkeit des AK-Rechtsschutzes für die Beschäftigten, den es jetzt seit 25 Jahren gibt“ sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

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