28.07.2017
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Angestellte als Arbeiterin eingestuft - AK erkämpfte Kündigungsentschädigung

Eine Arbeitnehmerin aus dem Bezirk Rohrbach war fast eineinhalb Jahre als Angestellte in einem Hotel beschäftigt. Kurz vor der Kündigung meldete sie der Arbeitgeber auf Arbeiterin um. Und schon gab es eine kürzere Kündigungsfrist und er konnte sie früher los werden und weniger lang Entgelt zahlen. 

Die Arbeitnehmerin ging zum Glück zur AK und die erreichte für sie eine Kündigungsentschädigung als Angestellte von 2.000 Euro.

Angestellte wegen Kündigungsfrist umgestuft

Arbeiter/-innen und Angestellte haben nach dem geltenden Bestimmungen unterschiedliche Kündigungsfristen - im konkreten Fall 14 Tage (Arbeiterin) beziehungsweise 6 Wochen (Angestellte) mit Monatsende. Durch die Umstufung von Angestellter auf Arbeiterin konnte der Arbeitgeber früher kündigen. 

Allerdings ließ sich das die Betroffene nicht gefallen, ging zur AK und die stellte fest, dass aufgrund der Tätigkeit die Umstufung zur Arbeiterin nicht rechtskonform war. Deshalb galt bei der Kündigung die Angestellten- und nicht die Arbeiter-Frist. Die Kündigung war also fristwidrig und es stand eine Kündigungsentschädigung zu.

Frau stimmte Vergleich zu 

Die AK intervenierte beim Arbeitgeber, der sich offensichtlich weitere rechtliche Schritte ersparen wollte und deshalb einen außergerichtlichen Vergleich in Höhe eines Monatsgehaltes anbot. Die Frau nahm den Vergleich an und bekam 2.000 Euro überwiesen.

Betrieb bereits aktenkundig

Dieser Arbeitsrechtsfall war aber nicht der einzige in diesem Rohrbacher Hotel - in 4 weiteren Fällen erstritt die Arbeiterkammer für ihre Mitglieder fast 19.000 Euro.

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